Galaxy S27 Pro: Samsung klaut jetzt Apples Kamera-Design

Renderbild der Vorder- und Rückseite des kommenden Samsung Galaxy S27 Pro
Quelle: @OnLeaks
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Samsung bringt 2027 ein komplett neues Modell in die Galaxy-S-Serie: das Galaxy S27 Pro. Erste CAD-Renders von Leaker OnLeaks (veröffentlicht über AndroidHeadlines) zeigen ein Gerät, das eine unangenehme Wahrheit offenbart – die Kamera-Rückseite sieht verdächtig nach iPhone 16 Pro Max aus. Nach Jahren, in denen sich Samsung mühsam vom Apple-Kopierer-Image befreit hat, driftet man beim Design offenbar wieder in genau diese Richtung.

Das Interessante daran: Diesmal ist es kein Gerücht aus dubiosen Quellen, sondern ein Leak von Steve Hemmerstoffer (OnLeaks), der seit Jahren mit finalen CAD-Daten arbeitet und selten danebenliegt. Wenn diese Renders stimmen, verändert sich das komplette Galaxy-S-Lineup fundamental.

Was ist das Galaxy S27 Pro überhaupt?

Bisher bestand die Galaxy-S-Familie aus drei Modellen: Standard, Plus und Ultra. Mit dem S27 Pro schiebt Samsung erstmals ein viertes Modell dazwischen – positioniert zwischen S27 Plus und S27 Ultra. Das ist im Prinzip dieselbe Strategie wie bei Google (Pixel Pro/Pro XL) oder Apple (Pro/Pro Max), nur mit anderer Namensgebung.

Der Denkfehler bei Samsungs bisheriger Modellpolitik: Die Lücke zwischen Plus (Mittelklasse-Ausstattung) und Ultra (Vollausstattung plus S Pen plus Riesenpreis) war für viele Käufer zu groß. Der Pro soll genau diese Lücke schließen – Ultra-Power ohne Ultra-Kompromisse bei der Handlichkeit.

Die Kamera-Leiste: Der eigentliche Aufreger

Die Renders zeigen eine durchgehende horizontale Kamera-Bar über die volle Gerätebreite, in der drei Kameralinsen sitzen. Genau dieses Design hatte Apple beim iPhone 16 Pro eingeführt – und die Positionierung der Sensoren bei Samsungs S27 Pro liegt frappierend nah an der Apple-Vorlage.

Wichtig zu wissen: Dieses Design ist kein Einzelfall. Auch der Galaxy S27 Ultra übernimmt laut aktuellen Leaks dieselbe Kamera-Bar-Optik. Samsung zieht das also über die komplette Flaggschiff-Reihe durch, nicht nur beim Pro-Modell.

Der praktische Vorteil dieser Bauform ist nicht zu unterschätzen: Die durchgehende Leiste eliminiert das nervige Kamera-Wackeln, wenn das Handy flach auf dem Tisch liegt und man tippt. Zusätzlich verspricht die Bauweise mehr Platz für eine größere Vapor Chamber (Kühlung) und bessere Voraussetzungen für Magnetladung. Design-Kritik hin oder her – funktional ergibt der Schritt Sinn.

Abmessungen und Display: Endlich wieder handlich

Die geleakten Maße: 154,06 x 73,77 x 7,95 mm, bei einem 6,6-Zoll-Display. Zum Vergleich: Der Galaxy S27 Ultra soll bei rund 6,9 Zoll bleiben, ähnlich wie der aktuelle S26 Ultra. Das macht den Pro rund 9 mm kürzer und 5 mm schmaler als die Ultra-Version – bei identischer Bautiefe von 7,95 mm.

Das ist keine kosmetische Randnotiz. 9 Millimeter Längenunterschied sind bei der Einhand-Bedienung spürbar. Wer aktuell an einem 6,9-Zoll-Ultra verzweifelt, weil er den oberen Bildschirmrand mit dem Daumen nicht erreicht, bekommt mit dem Pro eine reale Alternative – ohne Kompromisse bei Leistung eingehen zu müssen.

Samsung Galaxy S27 Pro vs. Galaxy S27 Ultra im Vergleich

MerkmalGalaxy S27 ProGalaxy S27 Ultra
Display6,6 Zollca. 6,9 Zoll
Maße154,06 x 73,77 x 7,95 mmgrößer, gleiche Tiefe
S PenNein, kein SlotJa
ProzessorSnapdragon 8 Elite Gen 6 Extreme / Exynos 2700Snapdragon 8 Elite Gen 6 Extreme
RAM12 GB (16 GB optional)vermutlich mehr
Speicherbis 1 TBbis 1 TB
Hauptkamera200 MP200 MP
Ultraweitwinkel50 MP50 MP
Teleobjektiv12 MP, 3-fach Zoom50 MP, 5-fach Zoom
Akku5.200 mAh5.700 mAh

Alle Angaben basieren auf aktuellen Leaks von OnLeaks/Android Headlines und sind unbestätigt.

Die Kernfrage: Was fehlt gegenüber dem Ultra?

Der offensichtlichste Unterschied ist der fehlende S-Pen-Slot. Die CAD-Renders zeigen keinerlei Aussparung für den Stift – Samsung positioniert den S Pen damit klar als Alleinstellungsmerkmal der Ultra-Reihe. Wer produktiv mit dem Stift arbeitet, kommt am Pro also nicht vorbei am Ultra.

Beim Teleobjektiv gibt es den zweiten spürbaren Abstrich: Statt des 50-Megapixel-5x-Zooms der Ultra bekommt der Pro nur einen 12-Megapixel-Sensor mit 3-fachem Zoom. Für die meisten Alltagssituationen reicht das völlig aus – nur Zoom-Enthusiasten werden den Unterschied bei starker Vergrößerung merken. Hauptkamera (200 MP) und Ultraweitwinkel (50 MP) sind hingegen identisch zur Ultra-Variante.

Akku und Chip: Silicon-Carbon kommt in der S-Serie an

Der 5.200-mAh-Akku liegt zwar unter den 5.700 mAh der Ultra, übertrifft aber den aktuellen Galaxy S26 Ultra. Der Grund: Samsung setzt vermutlich erstmals bei der S-Serie auf Silicon-Carbon-Akkutechnologie, die bereits in der Galaxy Z Fold 8, Z Fold 8 Ultra und Z Flip 8 zum Einsatz kam. Diese Technik erlaubt höhere Energiedichte bei gleichem Bauraum – mehr Kapazität, ohne dass das Gehäuse dicker wird.

Beim Prozessor kursieren zwei Namen: der Snapdragon 8 Elite Gen 6 Extreme von Qualcomm sowie potenziell der hauseigene Exynos 2700 für bestimmte internationale Märkte. Sollte Samsung tatsächlich wieder auf eine Dual-Chip-Strategie setzen, dürfte das wie gewohnt Diskussionen über Leistungsunterschiede zwischen den Marktregionen auslösen.

Preis: Die entscheidende unbeantwortete Frage

Offizielle Preise gibt es logischerweise noch nicht – Samsung hat das Gerät nicht einmal bestätigt. Branchenschätzungen gehen davon aus, dass der Galaxy S27 Ultra auf 1.399 bis 1.499 US-Dollar steigen könnte. Der S27 Pro würde dann vermutlich beim aktuellen Preisniveau des Galaxy S26 Ultra landen, also rund 1.299 US-Dollar.

Zur Einordnung: Der aktuelle Galaxy S26 Plus kostet 1.099 US-Dollar. Sollte dieser Preis 2027 ebenfalls steigen, kann der S27 Pro kaum darunter liegen – ein Preiskorridor von 1.199 bis 1.299 US-Dollar erscheint deshalb realistisch. Bestätigt ist davon nichts, alles basiert auf Markteinschätzungen der Leaker-Community.

Wann kommt das Galaxy S27 Pro?

Ein festes Datum gibt es nicht, aber die Muster der letzten Jahre lassen eine Prognose zu. Die Galaxy-S-Reihe verschob sich zuletzt von Januar-Launches (kurz nach der CES) auf einen Februar-Termin. Für die Galaxy-S27-Serie zeichnet sich ein Launch rund um den 22. Februar 2027 ab, passend zum Zeitfenster kurz vor dem Mobile World Congress in Barcelona.

Sinnvolle Ergänzung oder reine Preistreiberei?

Die Design-Nähe zu Apple wird online für Diskussionen sorgen, das ist bereits jetzt absehbar. Trotzdem löst die neue Kamera-Bauform ein reales Problem (Wackeln auf dem Tisch) und schafft technischen Spielraum für Kühlung und Akku. Design-Kritik ist berechtigt, aber nicht das entscheidende Kriterium.

Wichtiger ist die Frage, ob Samsung mit dem Pro-Modell eine echte Lücke schließt oder nur eine zusätzliche Preisstufe einzieht, um mehr Marge aus dem Lineup zu holen. Mit nahezu identischen Kamera- und Chip-Daten zur Ultra, aber ohne S Pen und mit kleinerem Tele-Sensor, bewegt sich der Pro spürbar näher an der Ultra als an der Plus-Variante. Ob der Preis das rechtfertigt, entscheidet sich erst mit der offiziellen Vorstellung im Februar 2027.

Häufige Fragen zum Galaxy S27 Pro

Bekommt das Galaxy S27 Pro einen S Pen?
Nein. Die aktuellen CAD-Renders zeigen keinen S-Pen-Slot. Der Stift bleibt laut aktuellem Leak-Stand exklusiv dem Galaxy S27 Ultra vorbehalten.

Wie groß wird das Display des Galaxy S27 Pro?
6,6 Zoll, gegenüber rund 6,9 Zoll beim Galaxy S27 Ultra.

Welche Farbe hat das Galaxy S27 Pro?
Die Renders zeigen ein Lila, das aber nur zu Präsentationszwecken gewählt wurde. Die finalen Verkaufsfarben sind nicht bekannt.

Was kostet das Galaxy S27 Pro voraussichtlich?
Unbestätigte Schätzungen gehen von rund 1.199 bis 1.299 US-Dollar aus, angelehnt an den aktuellen Preis des Galaxy S26 Ultra.

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2 Kommentare

  1. Na ja, an das neue Design muss ich mich erst noch gewöhnen aber es ist zumindest erheblich besser als das zunächst angedachte ‚Querbalkendesign‘. Das war wirklich gruselig! Uur Sicherheit hab ich mir schnell noch das Galaxy S26 Ultra gekauft, für meinen Geschmack das schönste Handy ever! 😀

  2. Habe die Überschrift gelesen und sofort gedacht „Hey, Apple hat das Design doch von Poco geklaut!“ ….. Somit müsste Samsung sich ja auch bei Poco bedient haben…..

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