Tesla Model 3: 572 km Reichweite durch simples Reifen-Update

Tesla Model 3
Quelle: Tesla, Inc.
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Tesla dreht beim Basismodell mal wieder heimlich an den Stellschrauben. Ohne lautes PR-Trommeln hat der US-Hersteller das Tesla Model 3 mit Heckantrieb effizienztechnisch noch einmal ordentlich nachgeschärft. Wie Tesla-Sprecher Clément Brest aktuell bestätigt, pusht eine neue Serienbereifung die WLTP-Reichweite der Elektro-Limousine von bisher 534 auf stolze 572 Kilometer. Ein heimlicher Software-Trick? Nein, pure Physik durch einen extrem optimierten Rollwiderstand.

Effizienz-Monster: Nur 12,1 kWh Verbrauch

Gleichzeitig drückt das Update den Normverbrauch auf brachiale 12,1 kWh pro 100 Kilometer. Während die etablierte Konkurrenz oft versucht, fehlende Aerodynamik mit immer schwereren Akku-Paketen zu kompensieren, zeigt Tesla hier astreines Engineering. Wer die maximalen Kilometer auf der Langstrecke herauskitzeln will, muss allerdings zwingend bei den serienmäßigen 18-Zoll-Felgen bleiben. Wer aus reinen Optikgründen größere Räder in den Radkasten schraubt, rasiert sich die mühsam gewonnene Reichweite sofort wieder weg.

Dass die Basisversion des Model 3 ohnehin ein echter Dauerläufer ist, hat sich bereits in der Praxis gezeigt: Die hier verbauten LFP-Akkus degradieren nach 100.000 Kilometern deutlich langsamer als die teuren Premium-Zellen der Long-Range-Modelle. In Kombination mit dem neuen Verbrauchswert wird das heckgetriebene Einstiegsmodell damit endgültig zum absoluten Vernunft-König für Pendler.

Vmax bleibt: 200 km/h für die Autobahn

Auch bei der Höchstgeschwindigkeit kneift Tesla nicht und lässt den Rotstift in der Schublade. Das überarbeitete Model 3 rennt weiterhin 200 km/h in der Spitze. Wer auf der linken Autobahnspur mitschwimmen will, freut sich über diesen Puffer – besonders beim direkten Blick auf das deutsche Konkurrenzumfeld, wo Fahrzeuge wie der VW ID.3 oft schon deutlich früher elektronisch abgeriegelt werden.

Das taufrische Modell mit der neuen Erstbereifung ist ab sofort im Tesla-Konfigurator gelistet. Bis die ersten Fahrzeuge mit dem massiven Effizienz-Plus allerdings auf den heimischen Höfen stehen, wird es noch etwas dauern: Die physische Auslieferung der angepassten Charge ist aktuell erst für Ende des Jahres angesetzt.

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