BMW i1: Heckantrieb-Comeback trifft auf Neue-Klasse-Technik

BMW i1
Quelle: Autocar
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Der elektrische BMW 1er kommt 2028 – und bringt etwas zurück, das im Kompaktsegment seit Jahren fehlt: echten Heckantrieb. Laut Autocar wird der BMW i1 auf einer dedizierten Elektroplattform stehen, während die Verbrenner-Version des 1ers weiter auf der bekannten UKL-Architektur bleibt. Zwei komplett unterschiedliche Autos in ähnlicher Hülle – das ist die eigentliche Schlagzeile hier.

Was die technischen Eckdaten angeht, bleibt BMW bislang offiziell zurückhaltend. Was aber über BMW-Manager wie Entwicklungsvorstand Joachim Post und Produktchef Bernd Körber an die Öffentlichkeit gedrungen ist, zeichnet ein klares Bild.

Warum der Heckantrieb kein Zufall ist

Der 1er ist seit der dritten Generation (2020) reiner Fronttriebler. Das ändert sich beim i1 radikal: Laut Autocar-Bericht basiert die Gen6-Elektroplattform strukturell auf Heckantrieb, während die Verbrenner-Architektur nativ Frontantrieb bleibt. BMW-Entwicklungschef Joachim Post erklärte gegenüber Autocar außerdem, dass die neue Plattform auch eine dreitürige Karosserievariante technisch ermögliche – anders als beim aktuellen, ausschließlich fünftürigen 1er.

Zur Leistung: Erwartet wird ein Heckmotor mit bis zu 240 kW (326 PS), wie mehrere deutsche Fachmedien unter Berufung auf den Autocar-Bericht bestätigen. Eine leistungsstärkere Allrad-Version mit höherer Leistung gilt als möglich, ist aber bislang nicht offiziell spezifiziert – hier bewegt man sich klar im Bereich unbestätigter Erwartung, nicht Fakt.

Design: Neue-Klasse-Optik, aber eigener Charakter

BMWs Kompaktwagen-Designchef Oliver Heilmer hat gegenüber Autocar betont, dass die Neue-Klasse-Formensprache kein starres Regelwerk sei, sondern ein Mindset – jedes Modell solle einen eigenständigen Charakter behalten, nicht einfach die Optik von iX3 oder i3 kopieren. Kühlergrill, Silhouette und Oberflächenbehandlung sollen laut Heilmer die entscheidenden Unterscheidungsmerkmale zwischen den Modellreihen bleiben.

Im Innenraum wird der i1 dagegen bewusst auf Bekanntes setzen: Ein 17,9-Zoll-Zentraldisplay sowie ein rund 43,3 Zoll breites Panoramic-iDrive-Display an der Frontscheibe – dieselbe Technik, die bereits bei iX3, i3 und i7 verbaut ist. Post begründete das gegenüber Autocar schlicht damit, dass sich dieses System problemlos in jedes Fahrzeug integrieren lasse.

Die Konkurrenz zieht nach – aber anders

Der i1 trifft 2028 auf ein verändertes Marktumfeld. Audi bringt bereits im Herbst 2026 den A2 e-tron als elektrisches Einstiegsmodell, offiziell bestätigt zum Einstiegspreis von 38.200 Euro mit Reichweiten von bis zu 649 Kilometern. Das Modell basiert auf der MEB-Plattform des VW-Konzerns – technisch näher am Verbund als der i1 mit seiner BMW-eigenen Architektur.

Mercedes plant parallel eine elektrische A-Klasse, die aber erst 2028 kommt und auf der MMA-Plattform aufbaut – derselben Basis wie CLA und GLA. Laut Berichten von Motorsport-Total wird für die Elektroversionen eine 800-Volt-Architektur mit Leistungen zwischen etwa 220 und 350 PS sowie Reichweiten von 550 bis 700 Kilometern erwartet. Auffällig: Mercedes rückt beim Nachfolger optisch näher an einen Crossover, während BMW beim i1 laut Autocar bewusst am klassischen Schrägheck festhält.

Was bleibt, ist Spekulation

Ein Punkt muss klar benannt werden: Ein konkreter Verkaufspreis für den BMW i1 wurde bislang von BMW nicht offiziell kommuniziert. Alle kursierenden Preisschätzungen sind unbestätigtes Gerücht und werden hier bewusst nicht als Fakt behandelt. Ebenso unbestätigt sind Details zu einer möglichen i1-M-Version – dazu liegt bislang keine belastbare Herstelleraussage vor.

Sicher ist laut Autocar dagegen: BMW hält am 1er als Baureihe fest, obwohl viele Hersteller sich aus dem Kompaktsegment zurückziehen. Produktchef Bernd Körber begründete das gegenüber Autocar mit der Bedeutung des Modells in Märkten wie Italien und Frankreich sowie dem Ziel, jüngere Kundschaft für die Marke zu gewinnen.

Warum das trotzdem zählt

Der i1 ist kein Nischenprojekt, sondern ein bewusstes Signal: BMW glaubt weiter an den kompakten Elektro-Hatchback, während Audi mit dem A2 e-tron auf Effizienz und Mercedes bei der A-Klasse eher auf höhere Sitzposition und Crossover-Anmutung setzt. Drei sehr unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage – welche davon beim Kunden ankommt, entscheidet sich erst 2027/2028, wenn die ersten Prototypen ungetarnt zu sehen sind.

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