iPhone 18 Pro: Teardown legt Schwachstelle bei Kamera offen

Der frische Teardown von iFixit bringt Ernüchterung für alle Reparatur-Enthusiasten. Zwar beeindruckt die variabel steuerbare Blende der Hauptkamera im iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max technisch, doch im Schadensfall bedeutet das System Endstation. Sobald eine der feinen Mechanikkomponenten klemmt, bleibt nur der komplette Austausch des teuren Kameramoduls.
Im Inneren des Hauptsensors arbeitet erstmals in der Geschichte des iPhone eine verstellbare Blendenöffnung. Apple nutzt dafür sechs winzige Lamellen aus Polymer-Komposit-Werkstoff, die über Elektromagnete gesteuert werden. Die Mechanik ähnelt dem optischen Bildstabilisator, arbeitet aber eigenständig. In der Standard-Kamera-App stehen vier feste Blendenstufen bereit: ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0. Bei voll geöffneter Blende von ƒ/1.48 gelangt etwa 7,3-mal mehr Licht auf den Bildsensor als bei der kleinsten Einstellung von ƒ/4.0.
Trotz des enormen Lichtgewinns fällt der optische Schärfentiefe-Effekt im Alltag überschaubar aus. Bedingt durch die kurze Brennweite von 6,8 mm und den kleinen Sensor bleibt der Hintergrund selbst bei ƒ/1.48 relativ scharf. Ein extremes DSLR-Bokeh liefert die Mechanik schlicht nicht. Wer auf gewohnt große Unschärfekreise hofft, wird enttäuscht.
Die Kehrseite dieser Mikromechanik zeigt sich bei Demontageversuchen. Die Fertigungstoleranzen der sechs überlappenden Lamellen sind extrem eng. Als iFixit die Kameraabdeckung im Labor erhitzte und ablöste, flogen die winzigen Bauteile schlagartig im Raum umher. Ein Wiederzusammenbau ist ohne Spezialwerkzeug schlicht unmöglich. Fällt die Blendensteuerung aus, erfordert das zwangsläufig den Wechsel der gesamten Kamereinheit. Dass Apple beim Flaggschiff ohnehin saftige Preise aufruft, verdeutlichten bereits die Spezifikationen des iPhone 18 Pro.
Dampfkammer wird zum Risiko beim Display-Aushub
Beim Blick auf das Platinen-Layout zeigt sich eine grundlegende Überarbeitung der Kühlarchitektur. Der neue A20-Pro-Chip sitzt außerhalb des gewohnten Hauptplatinen-Stapels und ist direkt über ein thermisches Gewebe mit dem Kühlsystem verbunden. Die eingebaute Dampfkammer erstreckt sich über große Teile des Innenraums und bietet die dreifache Oberfläche im Vergleich zum iPhone 17 Pro.
Diese großzügige Kühlfläche erfüllt im Betrieb ihren Zweck, erweist sich beim Öffnen des Gehäuses jedoch als tückisch. Um den Akku oder interne Bauteile zu erreichen, führt der Weg weiterhin zwingend über das gebundene OLED-Display. Beim Erwärmen der Frontseite zieht die mächtige Dampfkammer die Hitze vom Kleberand ab. Techniker müssen dadurch länger oder höher heizen.
Das Ergebnis im Laborversuch ist überraschend dramatisch. Bei drei von vier geöffneten Testgeräten brach der weiße Kunststoffrahmen des Displays oder löste sich ab. Ein beschädigter Rahmen verhindert nicht nur das bündige Wiedereinsetzen des Bildschirms. Er zerstört auch die Abdichtung gegen Wasser und Staub nach IP68. Trotz dieser Risiken zeigte sich beim offiziellen Marktstart des iPhone 18 Pro ungebrochen hohe Nachfrage.
Auffällig ist zudem die optische Lösung für Face ID. Apple verlegt die Infrarot-Kamera für die Gesichtserkennung erstmals unter das OLED-Display. Unter dem Mikroskop zeigt sich der Kniff: Über dem Sensor fehlt jede zweite Pixelreihe, damit das Infrarotlicht passieren kann. Ein spezieller Filter blockiert sichtbares Licht. Die Selfie-Kamera mit 18 MP verbleibt zusammen mit dem Punktprojektor in der verkleinerten Dynamic Island.
Gute Ansätze bei der Batterie, Frust beim Ladeanschluss
Positive Noten vergibt iFixit für das Energiemanagement. Der Akku ist in einer geschraubten, klebstofffreien Metallschale untergebracht und nutzt wie beim Vorgänger elektrisch lösbaren Klebstoff. Nach Anlegen einer leichten Gleichspannung lässt sich der Energiespeicher sauber und rückstandsfrei entnehmen. Die Demontage des Stromspeichers gelingt somit ohne gefährliches Hebeln.
Ein völlig anderes Bild zeigt sich beim Austausch von Verschleißteilen wie dem USB-C-Anschluss. Dieser sitzt tief im Gehäuseboden unter diversen Komponenten festgeschraubt. Um die Ladebuchse zu wechseln, müssen Reparaturdienste die Hauptplatine, die Kamerasysteme und mehrere Schalterleisten ausbauen. Auch für eine kleine Taste wie den Power-Button müssen zahllose Schrauben gelöst werden.
Gepaart mit der Preispolitik von Apple wird Selbstreparieren zur teuren Angelegenheit. Dass Apple bereits die Preise für den Akkutausch beim iPhone 18 Pro angehoben hat, unterstreicht den Trend zu höheren Servicekosten. iFixit vergibt vorläufig 7 von 10 Punkten auf der Reparierbarkeitsskala. Das iPhone 18 Pro bietet zwar saubere Ingenieurskunst, erschwert Reparaturen im Detail aber weiterhin spürbar.
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Diesen Quatsch der variablen Kamera-Blenden hat Samsung schon beim Galaxy S9 und S10 gehabt, ist also für Samsung Kunden kalter Kaffee, für Apple dagegen ‚Neuland‘! Allerdings ist Samsung wieder davon abgekommen. Und …, … hat das überhaupt irgendjemand gewusst bzw. ab dem S20 das fehlen überhaupt jemand vermisst!? Natürlich nicht!