Apple iPhone 20: 6.000-mAh-Akku im 7-Zoll-Monster – aber wer braucht das?

Rückseite des Apple iPhone 18 Pro in 3 verschiedenen Farben
Quelle: AndroidHeadlines
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Apple testet gerade das größte iPhone-Display aller Zeiten. 6,96 Zoll. Fast sieben Zoll. Zum zwanzigsten iPhone-Jubiläum 2027 soll das iPhone 20 Pro Max kommen – mit einem Display, das kaum noch zu halten ist, aber angeblich genauso in der Hand liegen soll wie das aktuelle iPhone 17 Pro Max. Der Leaker Digital Chat Station spricht von einem vierfach gebogenen Display, Face ID unter dem Glas und einem Akku mit 6.000 mAh.

Klingt nach dem perfekten Jubiläums-Upgrade? Pustekuchen. Denn wer ein Pro Max kauft, will nicht zwingend ein noch größeres Display. Er will Akku. Viel Akku. Und Apple liefert stattdessen einen weiteren dünnen Riesen, der kaum einen Tag durchhält.

Das Display-Paradoxon: Größer heißt nicht besser

Schaut man sich die Reddit-Threads an, wird eines kristallklar: Die meisten iPhone 17 Pro Max-Nutzer haben sich nicht wegen des 6,9-Zoll-Displays für das größte iPhone entschieden. Sie wollten den größeren Akku. Punkt. Einige nennen zwar Sehschwierigkeiten oder Gewohnheit, aber die Wahrheit ist simpler: Akkulaufzeit schlägt Display-Größe.

Apple scheint das ignoriert zu haben. Statt ein dickeres iPhone mit handlichem Display und massivem Akku zu bauen, testet das Unternehmen ein 6,96-Zoll-Panel. Das sind nur 0,06 Zoll mehr als beim iPhone 17 Pro Max, aber es ist die Botschaft, die zählt: Größer ist besser.

Die Kehrseite? Einhandbedienung wird zur Akrobatik. Die Hosentasche zum Problem. Und das Gewicht – naja, Apple müsste beim Titan-Material massiv sparen, um das Ding tragbar zu halten. Liquid Metal wird auch kolportiert, aber das wäre eine fertigungstechnische Herausforderung.

Ich will kein Display, das meinen gesamten Tisch bedeckt. Ich will ein iPhone, das ich nach dem Mittagessen nicht sofort an die Steckdose legen muss.

Vierfach gebogen und rahmenlos – aber um welchen Preis?

Das Gerüchtekarussell dreht sich nicht nur um die Größe. Das iPhone 20 Pro soll ein vierfach abgerundetes Display bekommen, das nahtlos mit dem Chassis verschmilzt. Kein Rahmen. Keine Kanten. Pure Glasfläche. Dazu Face ID unter dem Display und ein verbesserter Ceramic Shield an den Seiten.

Klingt nach Science-Fiction? War 2017 beim iPhone X auch so. Und heute? Ist Standard. Apple arbeitet seit Jahren an diesem Moment. 2027 soll alles zusammenkommen: Das 20-jährige Jubiläum, ein komplett rahmenloses Design, und vielleicht sogar kabelloses Reverse Charging.

Aber hier wird’s interessant: Frühere curved Displays hatten ein massives Problem – Bildverzerrungen an den Kanten. Apple will das umgehen, indem das Glas so mit dem Rahmen verschmilzt, dass die Anzeige nicht verzerrt wird. Ein flaches Display-Erlebnis ohne Rahmen. Theoretisch.

In der Praxis? Jeder, der ein Samsung mit Edge-Display hatte, weiß: Touch-Probleme, versehentliche Eingaben, zerbrechliches Glas. Apple wird das lösen müssen. Sonst wird das Jubiläums-iPhone zum Flop.

Warum Apple den Display-Wahn nicht stoppen kann

Hinter dem Drang zu immer größeren Displays steckt mehr als nur technische Spielerei. Es ist ein ökonomisches Kalkül. Größere Displays rechtfertigen höhere Preise. Sie schaffen Differenzierung im Portfolio. Und sie binden Nutzer an ein Ökosystem, das auf Medienkonsum ausgelegt ist.

Apple befindet sich in einem Dilemma: Die Pro Max-Modelle sind die Cash-Cows. Aber die Margen steigen nicht durch bessere Akkus, sondern durch teurere Komponenten – wie eben diese 6,96-Zoll-Panels. Ein dickeres iPhone mit kleinerem Display und 6.000-mAh-Akku wäre technisch machbar. Würde aber das Premium-Image untergraben. Niemand zahlt 1.500 Euro für ein „klobiges“ iPhone, egal wie lange der Akku hält.

Die Branche steckt in einer Sackgasse. Samsung hat mit den Foldables einen Ausweg versucht. Apple wird 2026 oder 2027 ein faltbares iPhone Ultra nachlegen. Bis dahin? Wird das Display weiter wachsen. Nicht weil es die Nutzer wollen. Sondern weil es die einzige verbleibende Innovationsfläche ist.

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