iPhone 18 Pro Max: Physische Blende, alte Sensoren und 200 Dollar Aufpreis

Render vier Farboptionen des kommenden Apple iPhone 18 Pro
Quelle: FrontPageTech
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Ein riesiges Datenleck bei Apples Fertigungspartner Tata Electronics haut uns die harten Fakten zum iPhone 18 Pro Max kurz vor dem September-Event um die Ohren. Cupertino verbaut endlich eine echte, physisch variable Blende. Klingt nach alter Fototechnik. Ist im Alltag aber der wichtigste Kamera-Kniff seit Jahren. Der Haken? Apple lässt sich diesen einen Schritt schmerzhaft bezahlen.

Physik statt Software-Tricks: Die neue Kamera

Android-Hersteller haben das Thema variable Blende vor Jahren angetestet und frustriert hingeworfen – abgesehen von Huawei. Jetzt zieht Apple nach.

Ein durchgesickertes Logbuch nennt den neuen Hauptsensor Sony IMX905. Die Pixelgröße bleibt stur bei 1,22 µm. Statt noch mehr Megapixel auf die Linse zu quetschen, regelt eine kleine Mechanik den Lichteinfall. Das Ergebnis? Echte Tiefenschärfe. Kein matschiger KI-Schmarrn an den Haaren bei Porträts. Schlicht eine Ansage an die Software-Fraktion.

Beim Rest der Knipsen spart sich Apple den Aufwand allerdings komplett. Teleobjektiv (Sony IMX973), Ultraweitwinkel (Sony IMX972), LiDAR und die Selfie-Cam stammen eins zu eins aus dem iPhone 17 Pro. Nichts verändert. Ein fauler Kompromiss für ein Pro-Modell.

Dickerer Akku und 2nm-Chip: Die Technik im Gehäuse

Das Gehäuse wird minimal dicker. Endlich. Platz für echte Energiespeicher.

Das kleine Pro bekommt 4.288 mAh, das Pro Max satte 5,567 mAh. Nötig ist das auch. Denn der neue A20 Pro verlangt seinen Tribut. TSMC fertigt das Silizium erstmals im 2nm-Verfahren. Neu ist das sogenannte WMCM-Packaging (Wafer-Level Multi-Chip Module). RAM und Prozessor sitzen direkt auf dem Wafer nebeneinander. Das spart Platz, hält die Kiste kühler und gibt lokalen KI-Aufgaben mächtig Feuer.

Vorne schrumpft die Dynamic Island ein Stück. Beim eigenen C2-Modem verteilt Apple die Technik jedoch stiefmütterlich. US-Geräte schauen laut den Leaks beim eigenen Chip in die Röhre.

Höherer Preis und recycelte Sensoren: Der Haken an der Sache

Technisch legt Apple ordentlich nach. An der Kasse tut das richtig weh.

Mögliche 200 US-Dollar Aufpreis stehen für das iPhone 18 Pro Max im Raum. Ein Schlag ins Gesicht. Apple vergoldet sich die variable Blende und den 2nm-Prozessor, während drei von vier Kamerasensoren alte Bekannte aus der Vorjahresgeneration sind.

  • Hauptsensor: Sony IMX905 mit variabler Blende (1,22 µm Pixel)
  • Akkukapazitäten: 4.288 mAh (Pro) / 5,567 mAh (Pro Max)
  • SoC: Apple A20 Pro (2nm, WMCM-Bauweise)
  • Preis-Gerücht: Bis zu 200 Dollar Aufpreis

John Ternus wird die Geräte voraussichtlich am 8. oder 9. September 2026 im Apple Park auf die Bühne tragen. Neben dem neuen Farbton „Dark Cherry“ gibt es Blau, Silber und Dunkelgrau. Der Frust über den Preisschock bleibt trotzdem.

WMCM und 2nm: Apples gefährlicher Spagat zwischen Physik und Marge

Der Wechsel auf 2 Nanometer bei TSMC und das neue WMCM-Packaging zeigen, wo die Reise hingeht. Klassisches Silizium-Skalieren stößt an physikalische Grenzen. Indem Apple RAM und SoC direkt auf Wafer-Ebene zusammenschweißt, sichert sich der Konzern die nötige Leistung für KI-Funktionen auf dem Gerät. Die Fertigungskosten pro Wafer schießen dadurch allerdings durch die Decke.

Diesen teuren Umbau wälzt Cupertino ohne Zögern auf die Käufer ab – und spart parallel eiskalt bei den übrigen Linsen. Nur den Hauptsensor zu erneuern und den Rest einfach wiederzuverwerten, ist kalkulierte Gewinnmaximierung. Apple nimmt die teure Halbleiter-Technik als Vorwand für saftige Aufpreise, liefert beim Kamera-Setup aber nur Stückwerk ab.

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