Leica Leitzphone powered by Xiaomi: Erstes echtes Foto zeigt klare Design-Unterschiede zur chinesischen Edition

Das Leitzphone ist keine Japan-Exklusivität mehr. Drei Generationen lang baute Leica seine Leitzphone-Serie in Zusammenarbeit mit Sharp auf SoftBank-Basis – nischig, teuer, nur auf dem japanischen Markt erhältlich. Mit der vierten Generation fällt die Grenze. Der Name bleibt, aber die Hardware kommt jetzt von Xiaomi, und das Gerät soll global erscheinen. Der Launch ist für den 28. Februar bestätigt.
Was sich durch einen Händlerfund in Thailand jetzt konkret zeigen lässt: Das Leitzphone ist kein reines Umlabel der Xiaomi 17 Ultra Leica Edition, die seit Dezember in China verkauft wird. Es sieht anders aus. Die chinesische Leica Edition trägt eine zweifarbige Rückseite, ein dunkles Feld rund um die Kamera und ein helleres Panel darunter. Das Leitzphone verzichtet darauf. Die Rückseite ist durchgehend in einem dunklen Grauton gehalten – nah am typischen Lackton der Leica D-Lux 8 und anderen aktuellen Leica-Kameras. Das schließt die optische Brücke zwischen Kamera und Smartphone bewusster als beim chinesischen Modell.
Außerdem drehen sich Logos. Beim China-Modell sind das rote Leica-Signet, der Leica-Schriftzug im Kameramodul und das Xiaomi-Logo so ausgerichtet, dass sie im Querformat lesbar sind. Beim Leitzphone wurden alle drei um 90 Grad gedreht – sie lassen sich jetzt im Hochformat lesen, also in der Haltung, in der ein Smartphone normalerweise genutzt wird. Das ist eine kleine, aber durchdachte Änderung, die zeigt, dass das Leitzphone nicht einfach aus der Schublade gezogen wurde.
Der Rahmen ist in Silber ausgeführt und trägt die Gravur „Leica Camera Germany“, was aus den Hands-on-Fotos klar erkennbar ist. Das ist auch beim chinesischen Modell der Fall, aber in Kombination mit dem neuen Farbkonzept wirkt das Gesamtbild kohärenter.
Was beide Modelle teilen: die Ausstattung. Mechanischer Zoomring um das runde Kameramodul, zwei exklusive KI-Filmfilter, die den Look einer Leica M3 und einer Leica M9 simulieren, Magnetcase und Objektivschutzkappe im Lieferumfang, dazu das komplette Kamera-Setup des Xiaomi 17 Ultra. Das bedeutet eine 50-MP-Hauptkamera mit 1-Zoll-Sensor und f/1.7-Blende, eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera mit f/2.2 sowie eine 200-MP-Periskop-Telekamera mit stufenlosem optischen Zoom von 75 auf 100 mm. Snapdragon 8 Elite Gen 5 und 16 GB RAM laut Geekbench-Eintrag.
Zum Preis gibt es noch keine offizielle Aussage. In China kostet die Leica Edition rund 1.500 Euro mehr als das reguläre Xiaomi 17 Ultra. International dürfte der Aufpreis für den Markennamen nicht kleiner werden. Wer das reguläre Xiaomi 17 Ultra zum MWC kauft, bekommt dieselbe Kameratechnik zu einem Bruchteil des Leitzphone-Preises. Die Frage ist, für wen das Leitzphone gebaut ist: für Leica-Fans, die ein Smartphone wollen, oder für Smartphone-Käufer, die Leica-Ästhetik suchen?

Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp oder Google News
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Zum Preis gibt es noch keine offizielle Aussage. In China kostet die Leica Edition rund 1.500 Euro mehr als das reguläre Xiaomi 17 Ultra.
Ist die Aussage wirklich richtig, ich meine wirklich 1500 Euro mehr als das reguläre 17 Ultra ?