Mitsubishi Eclipse Cross EV: 87-kWh-Riese lädt im Schneckentempo

2026er Modell des Mitsubishi Eclipse Cross EV
Quelle: Mitsubishi
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Mitsubishi bringt mit dem Eclipse Cross EV sein erstes rein elektrisches Kompakt-SUV an den Start. Unter dem japanischen Blech steckt allerdings französische Technik: Die Basis liefert der Renault Scénic E-Tech. Schlecht ist das keineswegs, denn mit 160 kW (218 PS) und 4.489 mm Länge stimmt das Platzangebot für die Familie.

Wer das Datenblatt liest, reibt sich erst einmal vergnügt die Hände. Ein riesiger 87-kWh-Akku verspricht bis zu 615 km WLTP-Reichweite. Im Alltagsmix aus Stadt und Landstraße sollten Verbräuche um 16,8 kWh/100 km machbar sein. Das ist eine Ansage für Alltag und Urlaub.

Google-Infotainment hui, Ladekante und Schnelllader pfui

Im Innenraum findet man sich auf Anhieb zurecht. Das 12-Zoll-Display mit Google built-in läuft flüssig und erspart verschachtelte Menüs. Ein echter Gewinn im Alltag: Der physische My-Safety-Knopf schaltet genervte Assistenz-Piepser mit einem Klick stumm. Das wurde aber auch Zeit! Auch das 40:20:40 umklappbare Heck und bis zu 1.670 Liter Kofferraum überzeugen – wenn man das Gepäck erst einmal über die spürbar hohe Ladekante von 779 mm gehievt hat.

Was soll der Quatsch allerdings an der Schnellladesäule? Bei mickrigen 90 kW DC-Peak ist unbarmherzig Schluss. Wer einen gewaltigen 87-kWh-Akku verbaut und dafür mindestens 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent veranschlagt, hat die Langstrecke schlicht nicht zu Ende gedacht. Da hilft es nur bedingt, dass der optionale 22-kW-AC-Lader an der städtischen Wallbox ordentlich Meter macht.

Fast 48.000 Euro Einstiegspreis verzeihen keine Zwangspausen

Mit einem Grundpreis von 47.990 Euro für die Ausstattung Diamant Plus greift Mitsubishi ordentlich ab. Dafür gibt es immerhin 1.100 kg Anhängelast, verstellbare Sitze mit Massagefunktion und ein cleveres Panorama-Glasdach.

Ob man das wirklich braucht, hängt knallhart vom Fahrprofil ab. Wer das SUV als komfortablen Pendler-Stromer für die Region nutzt und zu Hause lädt, bekommt ein durchdachtes Auto. Wer regelmäßig Autobahn bolzt, steht sich an der Ladesäule die Beine in den Bauch.

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