Opel setzt beim neuen Elektro-SUV auf Leapmotor aus China

Opel SUV
Quelle: Opel Automobile GmbH
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Früher dauerte die Entwicklung eines neuen Autos gerne mal fünf bis sieben Jahre. Wer heute in der Elektromobilität überleben will, kann sich diesen Luxus nicht mehr leisten. Opel zeigt jetzt, wie man das Tempo massiv anzieht, ohne die eigene Identität komplett zu opfern. Die Rüsselsheimer bringen 2028 ein neues Elektro-SUV in der Kompaktklasse, das technisch tief in Fernost verwurzelt ist. Statt alles im stillen Kämmerlein selbst zu erfinden, nutzt man die Architektur und Batterietechnik des chinesischen Partners Leapmotor. Das Ziel ist sportlich: In weniger als zwei Jahren soll die Kiste serienreif sein.

Der Wagen ordnet sich im sogenannten C-Segment ein und schließt die Lücke zwischen den bekannten Modellen wie dem Mokka oder dem Grandland. Unter dem Blech steckt vermutlich viel Verwandtschaft zum Leapmotor B10. Das bedeutet konkret: Wir reden hier wahrscheinlich über LFP-Akkus mit Kapazitäten zwischen 56 und 67 Kilowattstunden. Wenn die Technik eins zu eins übernommen wird, lädt der Blitz künftig mit bis zu 168 Kilowatt. Das ist ordentlich, reißt aber keine Bäume aus, zumal die Reichweite wohl irgendwo bei 430 Kilometern nach WLTP-Standard landen dürfte. In Rüsselsheim ist man sich bewusst, dass reine Technik-Importe die Kunden nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Deshalb reklamiert Opel das Design, die Fahrwerksabstimmung und die Lichttechnik für sich. Auch die Sitze – traditionell eine Stärke der Marke – kommen aus eigener Entwicklung.

Interessant ist der Produktionsstandort. Der Newcomer läuft nicht in China vom Band, sondern im spanischen Saragossa, direkt neben dem Dauerbrenner Corsa. Das spart Logistikkosten und nutzt die vorhandenen Stellantis-Kapazitäten in Europa. Für Opel ist dieser Schritt überlebenswichtig, um preislich konkurrenzfähig zu bleiben. Die Kooperation mit Leapmotor liefert das Tempo, das der deutsche Apparat allein kaum abbilden kann. Ob das Bedienkonzept am Ende eher nach Smartphone aus Hangzhou oder nach klassischem Cockpit aus Hessen aussieht, bleibt abzuwarten.


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