Tschüss Fitbit: Google killt die Marke und baut Health zum Fitness-Imperium um

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Quelle: Google
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Es war ein schleichender Prozess, aber jetzt macht Google den Sack zu. Wer bisher seine Schritte, seinen Schlaf oder seine Herzfrequenz in der Fitbit-App getrackt hat, wird demnächst beim Öffnen der Anwendung ein neues Icon auf dem Homescreen finden. Ab dem 19. Mai wird aus Fitbit offiziell Google Health. Damit verschwindet eine der bekanntesten Marken im Wearable-Segment zwar nicht komplett aus den Verkaufsregalen, aber zumindest als eigenständige Software-Heimat. Es ist die logische Konsequenz einer Übernahme, die schon lange auf diesen Moment hingearbeitet hat. Parallel dazu beerdigt Google auch seinen Dauerpatienten Google Fit nach über einem Jahrzehnt. Wer seine Daten behalten will, muss in die neue App umziehen.

Das Ganze ist mehr als nur ein neuer Name. Die App wird in vier klare Bereiche unterteilt: Heute, Fitness, Schlaf und Gesundheit. Das wirkt auf den ersten Blick aufgeräumter, hat aber einen Beigeschmack. Google schiebt die wirklich spannenden Funktionen, wie die KI-gestützte Analyse durch den neuen „Health Coach“ auf Gemini-Basis, hinter eine Bezahlschranke. Wer nicht zahlt, bekommt nur noch das digitale Basis-Tagebuch ohne tiefere Einblicke oder personalisierte Trainingstipps. Dass dieser Dienst nun auch in die teureren KI-Abos von Google integriert wird, zeigt deutlich, wo die Reise hingeht: Gesundheit wird zum Abo-Modell.

Hardwareseitig bleibt der Name Fitbit als eine Art Sub-Branding erhalten, wie das neue „Fitbit Air“ zeigt. Ein extrem dünner Tracker, der vor allem als Datenlieferant für die neue Health-Plattform dient. Das Gerät soll zwar federleicht sein, aber seine volle Stärke eben auch nur dann ausspielen, wenn das monatliche Abo fleißig weiterläuft. Am Ende ist dieser Umbau ein klassischer Google-Move: Alles wird zentralisiert, die alten Zöpfe abgeschnitten und die Monetarisierung durch künstliche Intelligenz massiv angekurbelt. Ob die Nutzer diesen Weg von der kostenlosen Datenansicht zum kostenpflichtigen KI-Coaching mitgehen, bleibt abzuwarten.


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