Porsche Taycan Turbo GT mit Manthey Kit: Neuer Nürburgring-Rekord für Serien-Elektroautos [Video]

Porsche Taycan Turbo GT mit Manthey Kit
Quelle: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
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Porsche hat auf der Nürburgring Nordschleife einen neuen Maßstab für serienmäßige Elektroautos gesetzt. Der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket und dem neuen Manthey Kit umrundete die 20,8 Kilometer lange Strecke in 6:55,553 Minuten. Entwicklungsfahrer Lars Kern saß am Steuer und unterbot seinen eigenen Rekord aus dem Oktober 2023 um satte zwölf Sekunden. Gleichzeitig distanzierte er die bisherige Bestzeit in der Kategorie „Electric Executive Cars“ um mehr als neun Sekunden.

Das Manthey Kit ist die erste derart umfangreiche Umrüstung für einen elektrischen Porsche und greift tief in Aerodynamik, Antrieb, Räder, Reifen, Bremsen und Fahrwerk ein. Der größte Sprung liegt bei der Anpresskraft. Bei 200 km/h steigt sie gegenüber dem Serien-Taycan Turbo GT auf mehr als das Dreifache – von 95 kg auf 310 kg. Bei der neuen Höchstgeschwindigkeit von 309 km/h erreicht das Auto sogar 740 kg Anpresskraft. Neue Heckflügel mit größeren Endplatten, ein optimierter Frontdiffusor, ein erweiterter Heckdiffusor und Carbon-Radblenden sorgen dafür. Flügel und Diffusor lassen sich einstellen, je nach Strecke.

Auch am Antrieb haben die Ingenieure gearbeitet. Durch Optimierungen an Hochvoltbatterie, Steuergerät und Pulswechselrichtern steigt der maximale Entladestrom von 1.100 auf 1.300 Ampere. Die Systemleistung wächst damit von 580 kW (777 PS) auf 600 kW (804 PS). Im Attack-Modus stehen kurzzeitig bis zu 730 kW (978 PS) statt bisher 700 kW (938 PS) zur Verfügung. Die Launch-Control-Leistung bleibt bei 760 kW (1.019 PS).

Leichtere 21-Zoll-Schmiederäder aus Aluminium, Titan-Radbolzen und breitere Pirelli P Zero Trofeo RS-Reifen (vorne vier, hinten drei Zentimeter mehr) senken die ungefederte Masse um rund 2,7 Kilogramm. Größere Bremsscheiben – 440 mm vorne statt 420 mm und 410 mm hinten – mit Performance-Belägen runden das Paket ab.

Kern konnte dank der besseren Aero und Stabilität in schnellen Passagen deutlich mehr Tempo mitnehmen. Im Lauda-Linksknick vor Bergwerk gewann er im Vergleich zur alten Runde 14 km/h. Die Zeit wurde notariell bestätigt.

Zum Einordnen: Der modifizierte Taycan ist schneller als der über 3.000 PS starke BYD Yangwang U9 Xtreme (6:59,157) und der Serien-Xiaomi SU7 Ultra (7:04,957). Nur der abgespeckte Prototyp des Xiaomi schaffte mit 6:46,874 eine bessere Zeit – zählte aber nicht als Serienfahrzeug.

Preise für das Manthey Kit stehen noch nicht fest, die Verfügbarkeit soll später folgen. Interessant: Das Kit kann ab Werk bestellt werden – ein Novum für Manthey.

Der Rekord zeigt, wie sehr gezielte Modifikationen bei Elektroautos wirken können, ohne das Serienkonzept zu verlassen. Porsche beweist damit einmal mehr, dass man auch im elektrischen Zeitalter auf der Nordschleife mitspielen kann.

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