Oppo Find X10: Drei 200-MP-Kameras und 8000-mAh-Akku

Dunkles OPPO Find X10 Kamera-Teaser Poster
Quelle: Oppo
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Der aktuelle Leak-Stand und die massiven Teaser von Oppo selbst zum Find X10 und Find X10 Pro Max wirken inzwischen ziemlich schlüssig. Produktmanager Zhuo Shijie und der offizielle Account haben in den letzten Tagen auf Weibo eine ganze Ladung Details zu Kamera, Akku und Design rausgehauen, parallel läuft die Vorbestellung in China. Digital Chat Station liefert dazu noch die passenden Hardware-Stückchen. Ich habe die Angaben gegen die bisherigen Gerüchte und die Hersteller-Aussagen gelegt – vieles deckt sich, manches bleibt aber weiter Spekulation.

Doppelte und dreifache 200-MP-Hasselblad-Sets

Beim Standard-Find X10 setzt Oppo erstmals in der Serie auf ein Dual-200-MP-Setup. Hauptkamera mit f/1.6 und großem Sensor plus CIPA-6.0-Stabilisierung, die laut Hersteller die stärkste in der diesjährigen Standard-Flaggschiff-Klasse sein soll. Dazu kommt ein 200-MP-Periskop mit f/2.6, größtem Sensor und CIPA-7.0-Stabilisierung unter den aktuellen Nicht-Pro-Modellen. Hasselblad-Telekonverter-Support ist ebenfalls eingeplant.

Das Find X10 Pro Max geht noch einen Schritt weiter und bekommt als einziges Gerät der Branche eine Triple-200-MP-Hasselblad-Kamera. Hauptkamera mit f/1.5, CIPA 6.5 und DeepPix-Technologie für bis zu 17 EV Dynamikumfang. Ultraweitwinkel mit 124 Grad und f/2.2, die laut Oppo 102 Prozent mehr Licht einfängt als die entsprechende Kamera im Find X9 Pro. Periskop mit f/2.1, CIPA 7.5 und 10-cm-Makro. Beide Modelle teilen sich die zweite Generation des Danxia-Multispektralsensors mit 24 Kanälen und 15 EV Dynamikumfang. Beim Find X10 spricht Oppo von 43 Prozent höherer Lichtempfindlichkeit gegenüber dem Vorgänger – greift bei Fotos, Live Photos und Videos. Die LUMO Engine soll Helligkeit und Kontraste über die gesamte Kette natürlicher halten.

Unbestätigte Berichte spekulieren bei Haupt- und Telekamera mit Samsung HP5-Sensoren (1/1,56 Zoll) und für die Pro-Max-Hauptkamera möglicherweise mit dem neueren 1/1,3-Zoll ISOCELL HPC. Das bleibt vorerst Gerücht.

Glacier-Akku, 0,99-mm-Ränder und Profi-Video

Beide Modelle bekommen denselben 8000-mAh-„Glacier“-Akku. Oppo rechnet labormäßig mit rund fünf Jahren Haltbarkeit (25 °C, voller Zyklus alle 1,2 Tage, 1500 Zyklen bei mindestens 80 Prozent Restkapazität). Der Hersteller selbst weist darauf hin, dass das ein rechnerischer Schwellenwert und keine Garantie ist – reale Nutzung und Temperatur machen den Unterschied. Laden läuft mit 80 Watt kabelgebunden und 50 Watt kabellos, was schon in der 3C-Zertifizierung aufgetaucht war.

Beim Design hebt Oppo vor allem die 0,99-mm-Bildschirmränder des Find X10 hervor – erstmals unter einem Millimeter bei einem Find-Modell. Zum Vergleich: 1,15 mm beim Find X9 und 1,45 mm beim Find X8. Möglich macht das die LIPO-Verkapselungstechnologie, die schon in früheren Gerüchten für die gesamte Serie im Gespräch war. Wer die Entwicklung der Serie verfolgt, findet in einem früheren Beitrag zu vier Displaygrößen und massiven Akkus der Find-X10-Serie schon die ersten konkreten Hinweise auf genau diese Kombination aus großen Batterien und extrem schmalen Rändern.

Das Pro Max positioniert Oppo zusätzlich als Werkzeug für Filmschaffende. Alle drei Brennweiten unterstützen OpenGate (vollständige Sensorauslese, 4:3-Bild für mehr Freiraum in der Postproduktion). Native Integration in die Blackmagic Camera App mit O-Log2, OpenGate und erstmals auf einem Android-Gerät Dolby-Vision-Video. Dazu kommt eine Kooperation mit Tilta für ein komplettes Käfigsystem (Filterhalterungen, manueller Fokus, magnetischer Kühlventilator, externe Festplattenanschlüsse) – kompatibel mit dem separaten Hasselblad-Telekonverter. Oppo nennt bis zu sechs Stunden durchgehende Aufnahme bei 4K60 und 8K über alle drei Brennweiten. Als Referenz dient ein Dozent der Pekinger Filmhochschule, der das Gerät für einen Kurzfilm eingesetzt haben soll.

Launch-Timing und offene Punkte

Die Vorbestellung in China ist gestartet. Registrierte Interessenten bekommen laut Oppo eine dreifache Absicherung im Wert von umgerechnet rund 72 Euro, eine exklusive Geschenkbox, 24 Monate zinsfreie Ratenzahlung und bis zu 180 Euro Eintauschbonus. Einen festen Launch-Termin in China nennt der Hersteller weiter nicht. Branchenbeobachter tippen auf September, möglicherweise zwischen der Vivo-X500-Vorstellung und ColorOS 17.

Zum Prozessor hält sich Oppo bedeckt. Unbestätigte Leaks sprechen beim Pro Max von einem 2-nm-Dimensity 9600 Pro, kombiniert mit 6,78-Zoll-LTPO-OLED, 2K und 144 Hz. Software: ColorOS 17 auf Android 17. Ein mögliches Find X10E bleibt weiter nebulös. Zum globalen Marktstart gibt es ebenfalls nichts Offizielles. Der Leaker Yogesh Brar nennt für Indien den 28. Oktober und eine Spanne von 90.000 bis 150.000 Rupien (umgerechnet grob 960–1600 Euro). Das ist reines Gerücht. Für Europa liegen derzeit keine belastbaren Hinweise vor.

Wer die Kamera- und Akku-Gerüchte schon länger verfolgt, erinnert sich an einen früheren Leak, der dem Find X10 bereits 200-Megapixel-Kamera und riesigen 8000-mAh-Akku zugeschrieben hat – die aktuellen Angaben passen erstaunlich gut dazu.

Auf dem Papier trennen die beiden Modelle vor allem die Kameras: zwei 200-MP-Sensoren beim Standardmodell, drei beim Pro Max, dazu die etwas lichtstärkere f/1.5-Blende und die Video-Profi-Features. Ob das den Preisaufschlag rechtfertigt, zeigt erst der reale Einsatz. Oppo liefert gerade ordentlich Futter, der finale Termin und die harten Labortests stehen aber noch aus.

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