Pixel 11 Pro im Teardown: Google kastriert geniales HiLight [Video]

Google Pixel 11 Pro with Gemini Intelligence
Quelle: Google
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Google bringt beim Pixel 11 die neue HiLight-Funktion auf die Rückseite – ein leuchtender Ring um den Kamerablitz, der den völlig sinnbefreiten Temperatursensor der Vorgänger beerbt. Klingt nach einem coolen Comeback der klassischen Benachrichtigungs-LED. In der Praxis entpuppt sich das Feature aber aktuell als absolute Nullnummer.

Ein aktueller Teardown von Phone Repair Guru bringt es schonungslos ans Licht: Die verbaute Hardware im Smartphone kann alles, Google lässt euch aber fast nichts davon nutzen.

RGB-LEDs verbaut, aber Software bremst

Nimmt man das Backcover des Pixel 11 Pro ab, zeigt sich das wahre Gesicht des HiLight-Moduls. Unter einem optischen Diffusor, der das Licht gleichmäßig streut, sitzen acht physische SMD-LEDs. Und jetzt kommt der Witz: Der Teardown-Experte hat die Platine unters Mikroskop gelegt und eindeutig separate Dioden für Rot, Grün und Blau entdeckt.

Das bedeutet schlichtweg, wir haben hier vollwertige RGB-LEDs, die das komplette Farbspektrum abfeuern könnten. Was macht Google draus? Ein trauriges Menü mit exakt fünf voreingestellten Farben. Richtig gelesen, nicht mal ein klassisches Rot ist dabei. Ob man das wirklich braucht? Wenn die Hardware eh schon da ist, definitiv.

Funktionsumfang zum Marktstart ein Witz

Noch absurder wird es beim eigentlichen Nutzen im Alltag. Aktuell pulsiert der Ring ein bisschen, wenn ihr den Gemini-Assistenten triggert. Ansonsten leuchtet es nur, wenn ein favorisierter Kontakt anruft und das Smartphone mit dem Display nach unten auf dem Tisch liegt. Das war’s.

Selbst die groß angekündigte Benachrichtigung für Textnachrichten fehlt zum Marktstart komplett. Von Drittanbieter-Apps brauchen wir gar nicht erst anfangen. WhatsApp grün, Mails blau, Signal rot? Pustekuchen. Ihr könnt einzelnen Apps keine Farben zuweisen. Google beschneidet eine potenziell geniale Benachrichtigungsanzeige rein softwareseitig zu einem nutzlosen Gimmick. Das wurde aber auch Zeit für ein Update, liebe Entwickler in Mountain View – in diesem Zustand ist HiLight jedenfalls kein Kaufgrund.

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