Renault 5: Neues LFP-Einstiegsmodell drückt Preis auf 25.000 Euro

Der neue vollelektrische Renault 5 E-Tech. Der Retro-Elektro-Kleinwagen in knalligem Pop-Grün mit schwarzem Kontrastdach vor einem bunten, modernen Studiohintergrund
Quelle: Renault
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Renault hat beim Renault 5 lange gemauert. Wer die Retro-Ikone zum versprochenen Einstiegstarif fahren wollte, blickte bisher ins Leere, denn unter 28.000 Euro war in Deutschland kein Auskommen. Ein Blick in den belgischen Konfigurator des Herstellers zeigt nun endlich, worauf preisbewusste Käufer gewartet haben: Die günstige Basisversion steht in den Startlöchern.

Das wurde aber auch Zeit! Renault liefert endlich den angekündigten 37-kWh-Akku nach, der auf die robustere Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) setzt. Gepaart mit einem auf 110 PS angepassten Elektromotor zielt dieser „Urban Range“-Anstrich frontal auf die magische Hürde von 25.000 Euro.

LFP-Zellchemie bringt handfeste Vorteile im Alltag

Warum ist der Wechsel der Akkutechnologie so entscheidend? LFP-Zellen verzichten komplett auf teures Kobalt sowie Nickel, was die Produktionskosten drastisch senkt. Der praktische Vorteil im Alltag: Diese Akkus vertragen das tägliche Vollladen auf 100 Prozent klaglos, ohne übermäßig schnell zu verschleißen. Dass der Motor im Vergleich zur nächstgrößeren Stufe um 10 PS abgespeckt wurde, fällt in der Fahrpraxis schlicht nicht ins Gewicht.

Mit den geschätzten 300 Kilometern Reichweite deckt die Basisvariante das typische Pendler-Profil problemlos ab. Überraschend erfreulich fällt die Serienausstattung beim Laden aus: Selbst das günstigste Modell behält laut den Daten aus Belgien 80 kW DC-Schnellladen sowie 7 kW AC-Laden. Bei einer Batteriegröße von 37 kWh bedeutet das eine Ladezeit von unter 30 Minuten für den Sprung von 10 auf 80 Prozent.

Damit gliedert sich die Modellpalette künftig sauber auf: 37 kWh (110 PS) als LFP-Basis, 40 kWh (120 PS) auf NMC-Basis sowie das Flaggschiff mit 52 kWh (150 PS). Nebenbei haben die bestehenden NMC-Akkus per Software-Optimierung etwas mehr Reichweite spendiert bekommen.

Chinas Billig-Stromer zwingen Renault zum Handeln

Dass Renault den günstigsten Akku jetzt nachschiebt, ist reine Marktlogik. Der Druck durch Fernost nimmt massiv zu, da Hersteller aus China mit Kampfpreisen im Segment unter 25.000 Euro nach Europa drängen. Zudem wirft der VW ID. Polo seine Schatten voraus.

Ohne diesen 25.000-Euro-Preisbrecher wäre der R5 im Vergleich zur Konkurrenz rasch ins Hintertreffen geraten. Nun muss Renault die neue Variante nur noch zügig und ohne versteckte Aufpreis-Fallen zu den Händlern bringen.

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