Samsung ändert das Display-Format: Das Galaxy Z Wide Fold attackiert Apple

Aktuelle Firmware-Dateien der Oberfläche One UI 9 verraten ein unangekündigtes Gerät von Samsung. Das Modell trägt die interne Nummer SM-F971B. Dahinter verbirgt sich das lang erwartete Samsung Galaxy Z Wide Fold. Der Code bestätigt die wichtigste technische Eigenschaft des neuen Geräts. Das innere Display nutzt ein Seitenverhältnis von 4:3. Dieser Wert bricht komplett mit der bisherigen Designsprache des Herstellers. Zum Vergleich: Das aktuelle Galaxy Z Fold 7 setzt auf ein Format von 1.11:1. Aufgeklappt wirken diese Bildschirme fast quadratisch.
Das neue Display-Format erinnert Nutzer stark an das klassische iPad. Ein faltbares Smartphone profitiert im Alltag enorm von dieser Geometrie. Videos zeigen deutlich kleinere schwarze Balken am oberen und unteren Rand. Zwei Apps passen im Multitasking besser nebeneinander auf den Bildschirm. Samsung nähert sich damit optisch dem bereits erhältlichen Galaxy Z TriFold an. Auch der Dreiteiler Galaxy Z TriFold nutzt diese breitere Form. Gleichzeitig bereiten die Südkoreaner die Software für einen zeitnahen Release in diesem Jahr vor. Das Wide Fold erscheint voraussichtlich zusammen mit dem Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8.
Die Konkurrenz schläft bei diesem Formfaktor nicht. Apple bringt Berichten zufolge noch in diesem Jahr ein eigenes faltbares iPhone auf den Markt. Auch dieses Gerät soll ein 4:3-Display nutzen. Samsung reagiert hier offensichtlich strategisch auf den Konkurrenten aus Cupertino. Das Unternehmen wendete diese Taktik bereits beim Galaxy S25 Edge als Antwort auf das iPhone Air an. Damals blieb der große finanzielle Erfolg an den Kassen allerdings aus. Bei den Foldables ergibt dieser Schritt hingegen absolut Sinn. Google ging mit dem Pixel 10 Pro Fold wieder weg vom breiten Format. Samsung füllt genau diese entstandene Lücke nun klug auf.
Die Hardware bekommt laut Gerüchten ein weiteres sehr starkes Upgrade. Das Wide Fold und das reguläre Z Fold 8 erhalten fast faltenfreie Bildschirme. Als Betriebssystem dienen Android 17 und das erwähnte One UI 9 direkt ab Werk. Samsung geht mit der Einführung eines separaten Modells ein gut kalkuliertes Risiko ein. Das Unternehmen testet das breite Format am Markt, ohne die reguläre Z-Serie zu gefährden. Floppt das neue Konzept, kauft die treue Kundschaft weiterhin das etablierte Fold 8. Geht der Plan auf, bietet Samsung dem kommenden Apple-Foldable direkt die Stirn.
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