Galaxy S27 Pro: Samsungs 60W-Klon greift das Ultra an

Die frischen Zertifizierungsdaten aus der chinesischen 3C-Datenbank und die Gehäuse-Leaks zum Modell SM-S957 sind da. Samsung plant für Anfang 2027 einen strategischen Befreiungsschlag: Ein viertes Modell stellt die etablierte Oberklasse auf den Kopf. Das Galaxy S27 Pro übernimmt das eckige Kamera-Plateau und das maximale Ladetempo des Ultra-Modells, spart sich aber das klobige Stylus-Gehäuse.
60 Watt Schnellladen sprengt die bisherige Modell-Hierarchie
Jahrelang bremste Samsung seine regulären Oberklasse-Smartphones beim Akku-Speedsystem konsequent aus. Während das normale S27 weiterhin bei mageren 25 Watt verharrt und das S27+ bei 45 Watt gedeckelt bleibt, rückt das S27 Pro direkt an die Spitze auf. Die behördliche 3C-Zertifizierung bestätigt echtes 60-Watt-Laden bei 20 Volt und 3 Ampere. Damit teilt sich das Pro-Modell diesen Standard exklusiv mit dem S27 Ultra.
Mit einem großzügig bemessenen 5.200-mAh-Akku degradiert Samsung das traditionelle Plus-Modell zur bloßen XXL-Variante der Basisklasse. Wer die Teilefertigung der vier S27-Modelle im Detail analysiert, erkennt Samsungs klare Absicht: Das Pro-Modell wird der eigentliche Hardware-König für alle, die Höchstleistung ohne unhandlichen S Pen suchen.
200 Megapixel und Ultra-Design ohne Stylus-Ballast
Optisch lässt Samsung die Verwandtschaft zum Ultra-Modell ungeniert aufblitzen. Geleakte Hüllen-Designs zeigen das markante, rechteckige Kamera-Plateau anstelle der schlichten Einzellinsen der günstigeren Geschwister. Auch sensorisch langt Samsung zu: Eine 200-Megapixel-Hauptkamera trifft auf ein 50-Megapixel-Ultraweitwinkel. Einzig beim optischen Zoom behält das Ultra mit einer 5-fach-Periskop-Optik die Oberhand, während das Pro vermutlich eine dedizierte 3-fach-Linse bekommt.
An der Vorderseite verbaut Samsung in beiden Top-Geräten identische Hardware. Das Frontkamera-Upgrade für S27 Pro und Ultra liefert 16 Megapixel statt der alten 12-Megapixel-Sensoren. Eine überarbeitete Bildverarbeitung sorgt zudem für wärmere Farbtöne und sauber kontrollierte Glanzlichter bei Nachtaufnahmen. Beim Bildschirm schwanken die Quellen zwischen 6,47 Zoll und 6,6 Zoll Dynamic AMOLED 2X. Neben einer hardwarebasierten Polar-ID-Gesichtserkennung verpasst Samsung dem Display eine innovative Privacy-Display-Funktion mit Split-Screen-Modus zum Schutz sensibler Daten.
Exynos 2700 setzt Qualcomms Snapdragon unter Zugzwang
Unter der Haube vollzieht Samsung einen spürbaren Kursschwenk. In Europa und Asien kommt das Galaxy S27 Pro aller Voraussicht nach mit dem hauseigenen Exynos 2700 auf den Markt. Erste Prüfstanddaten bescheinigen der Systemarchitektur massiv gesteigerte Effizienzwerte und überraschend hohe Grafikleistungen. Dass der Exynos 2700 im internen Duell den Snapdragon angreift, lässt die traditionelle Qualcomm-Dominanz bröckeln.
Aufgrund explodierender Marktpreise für RAM und Speicher verzichtet Samsung bei den Standard-Varianten auf LPDDR6 und UFS 5.1. Das S27 Pro startet in Konfigurationen mit 12 GB RAM sowie 256 GB, 512 GB und 1 TB Speicher. Welches Modell am Ende als kompakte Kamera-Geheimwaffe den Ton angibt, entscheidet sich beim Marktstart Anfang 2027. Preislich dürfte das S27 Pro jenseits von 1.100 US-Dollar aufschlagen.
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