Samsung Galaxy Z Flip 7 im Teardown-Test: Robuster, aber nicht unverwundbar

Samsung Galaxy Z Flip 7
Quelle: Samsung

Das neue Galaxy Z Flip 7 von Samsung musste sich bereits einem intensiven Belastungstest stellen. Das Klapp-Smartphone überstand den Durability-Check, doch beim Blick ins Innere offenbaren sich Licht und Schatten. Die Zerlegung zeigt beeindruckende Ingenieurskunst, aber auch Schwachpunkte, die weiterhin bestehen.

Das flexible 6,9-Zoll-Innen-Panel besteht aus mehreren Lagen, die an eine Zwiebel erinnern. Oben liegt eine Kunststoffschicht, darunter Samsungs ultradünnes Glas (UTG), das biegsam, aber gleichzeitig empfindlich ist. Wird es falsch geknickt, zerbricht es sofort. Ein Randrahmen mit Kunststoffbumpern soll verhindern, dass Schmutzpartikel eindringen oder die beiden Hälften beim Zuklappen beschädigt werden. Beim Entfernen des Displays im Teardown ging allerdings – wie üblich – eine Einheit zu Bruch.

Hinter dem Hauptbildschirm platziert Samsung eine Art Staubschutzlage. Trotzdem sammelte sich im Inneren überraschend viel Schmutz an, sodass Nutzer auf eine saubere Aufbewahrung achten sollten. Auch das Außendisplay und die Rückglasabdeckung sind mit dem Rahmen stark verklebt. Hier helfen nur Wärme, Isopropylalkohol und Geduld.

Eine positive Überraschung: Die Stromversorgung lässt sich bequem austauschen. Samsung verbaut zwei Module – 3.775 mAh unten und 1.225 mAh oben, zusammen rund 4.300 mAh. Dank Zuglaschen lassen sich beide Akkus unkompliziert herausnehmen. Das bedeutet einen großen Fortschritt im Vergleich zu früheren, stark verklebten Batterien.

Das neue Armor-Flex-Scharnier setzt auf ein komplexes System aus Zahnrädern, Federn und doppelten Schienen. Es ermöglicht einen engeren Faltwinkel und soll Stürzen besser standhalten. Dennoch bleibt das Scharnier anfällig für Staub. Die Kühlung erfolgt über eine großzügige Kupfer-Vaporkammer. Auffällig ist allerdings das Fehlen zusätzlicher Wärmeleitpads oder -pasten, was als versäumte Optimierung gilt.

Die Hauptkamera profitiert von einer optischen Bildstabilisierung (OIS), die Bewegungen per Elektromagneten abfedert. Das Ultraweitwinkelobjektiv bietet dagegen keine Stabilisierung. Kabellos lädt das Flip mit 15 Watt bzw. per Reverse-Charging mit 4,5 Watt – im Vergleich zur Konkurrenz langsam.

Das Z Flip 7 beweist, dass Samsung an entscheidenden Stellen nachgebessert hat: Das Scharnier ist stärker, die Akkus sind entnehmbar und das ultradünne Glas bleibt eine technische Besonderheit. Gleichzeitig zeigt sich, dass Staubschutz und Displayempfindlichkeit weiterhin die Achillesferse bleiben. Wer das Gerät nutzt, sollte besonders auf eine saubere Umgebung achten.

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