Samsung-Offensive 2027: Exynos 2700 bläst zum Angriff auf Qualcomm

Samsung Exynos Processor Chip
Quelle: Samsung

Samsung bereitet für das Galaxy S27 einen radikalen Strategiewechsel vor. Laut aktuellen Berichten aus Südkorea soll der hauseigene Exynos 2700 künftig rund 50 Prozent aller Geräte der Flaggschiff-Serie antreiben. Das wäre eine Verdoppelung im Vergleich zum kommenden Galaxy S26, bei dem der Exynos-Anteil wohl nur bei 25 Prozent liegt. Besonders brisant: Um diese Quote zu erreichen, müsste Samsung den Chip zwangsläufig auch im Ultra-Modell verbauen – ein Novum, da das Top-Modell bisher meist exklusiv auf Snapdragon-Power setzte.

Technisches Fundament für diesen Vorstoß ist die zweite Generation der 2-Nanometer-Fertigung (SF2P). Samsung peilt hier eine Massenproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 an. Erste Benchmark-Leaks zeigen ein ungewöhnliches Deca-Core-Layout in einer 4+1+4+1 Konfiguration. Statt nur auf maximale Taktspitzen zu setzen, experimentiert Samsung offenbar mit einer effizienteren Lastverteilung, um die berüchtigten Hitzeprobleme früherer Generationen endgültig zu lösen. Zudem stehen mit LPDDR6-RAM und UFS 5.0-Speicher massive Sprünge bei der Datengeschwindigkeit an.

Hinter den Kulissen geht es für Samsung um weit mehr als nur Marktanteile. Das Unternehmen will seine Foundry-Sparte bis 2027 in die Gewinnzone führen und die Abhängigkeit von teuren Qualcomm-Lizenzen massiv reduzieren. Analysten prognostizieren für die Non-Memory-Sparte bereits ein Umsatzplus von 21 Prozent. Wenn die Ausbeute der 2nm-Wafer stabil bleibt, könnte das Galaxy S27 Ultra tatsächlich der Wendepunkt sein, an dem der Exynos nicht mehr die Notlösung, sondern die erste Wahl für Samsungs High-End-Smartphones ist.

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