US-Automarkt: Trumps Anti-EV-Kurs isoliert US-Autobauer

USA Flagge - Stars and Stripes
Quelle: Schmidtis Blog
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Donald Trump zieht auf seinen Rallies im Red Rock Resort in Las Vegas wieder gegen Stromer vom Leder und wettert gegen ein angebliches „E-Auto-Mandat“. Dabei feiert er stolz einen US-EV-Marktanteil von 7 Prozent – unwissentlich ein Offenbarungseid für die US-Industrie.

Besonders entlarvend ist seine Behauptung, E-Auto-Fahrer litten an einer „Krankheit“, weil sie schon bei 75 Prozent Akkuladung nervös nach der nächsten Ladesäule Ausschau hielten. Darüber kann man nur den Kopf schütteln: Moderne Batteriemanagementsysteme, 800-Volt-Architekturen und automatische Vorkonditionierung haben Reichweitenangst längst ins Reich der Mythen verbannt.

Wer heutzutage mit 3/4-vollem Akku Panik schiebt, ist mir in der Praxis noch nie begegnet. Die Realität hinter den Kulissen ist schlicht: Durch das gezielte Streichen der 30D-Steuergutschriften und das Demontieren der EPA-Emissionsvorgaben wird die Transformation in den USA künstlich ausgebremst.

Globaler Markt zieht vorbei: Der gefährliche US-Sonderweg

Während die USA stolz auf ihre Ölreserven verweisen und sich im eigenen Markt einigeln, verliert die Detroit-Prominenz den internationalen Anschluss. In China überschreiten Neuernergie-Fahrzeuge (NEVs) bereits die 50-Prozent-Marke, Norwegen knackt fast die 100 Prozent und selbst in Europa liegt der Marktanteil stabil über 20 Prozent.

Die Konsequenzen für Konzerne wie Ford oder General Motors sind verheerend. Wer auf dem Heimatmarkt mit hochmargigen V8-Pickups gepäppelt wird, verliert global an Wettbewerbsfähigkeit. Selbst Tesla gerät mächtig unter Druck und muss die weltweite Absatzkrone wohl endgültig an BYD abgeben, weil China bei vertikal integrierter LFP-Zellchemie und Kosteneffizienz unerreichbar davonzieht.

Rückschritt als Systemfehler: Was Europa daraus lernen muss

Dass es in den USA nie ein echtes Kaufmandat für Privatpersonen gab, sondern lediglich Flottengrenzwerte, geht im Lärm der politischen Rallies unter. Donnie the dumb brüstet sich damit, den Übergang zur wichtigsten Schlüsseltechnologie des Jahrhunderts zu blockieren – aus purem Protektionismus.

Dieser künstliche Stillstand gefährdet die Zukunft der US-Autobauer massiv. Wer Disruption ignoriert, wird vom Markt abgewickelt. Auch bei uns in Europa versuchen konservative Stimmen, die Transformation aufzuschieben. Wer die US-Entwicklung als Vorbild sieht, beschleunigt nur den eigenen industriellen Abstieg.

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