Škoda Peaq: Das XXL-Elektro-SUV rollt endlich vom Band

Die komplette Seitenansicht des neuen Skoda Peaq in edlem Roségold-Kupfer. Das Crossover zeigt sein minimalistisches Design mit großen Bicolor-Aerofelgen und versenkbaren Türgriffen in der Abenddämmerung
Quelle: Škoda Auto Deutschland GmbH
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In Mladá Boleslav laufen die Bänder für das neue Flaggschiff der Tschechen an: Der Škoda Peaq geht offiziell in Serienfertigung. Doch die eigentliche Überraschung liegt nicht im Auto selbst, sondern im Hallenlayout. Škoda baut das 4,87 Meter lange Elektro-SUV zusammen mit dem Enyaq, dem Elroq und dem Verbrenner-Bestseller Octavia auf einer einzigen Montagelinie.

Mischproduktion als Überlebensstrategie im volatilen EV-Markt

Aus produktionstechnischer Sicht ist diese Flexibilität ein gezielter Schutz gegen Auslastungsrisiken. Während reine E-Autowerke bei schwankender Nachfrage teure Leerlaufkosten erzeugen, kann der Konzern die Stückzahlen zwischen Verbrennern und Stromern tagesaktuell anpassen. Für Käufer minimiert das die Gefahr extremer Lieferzeitenspitzen.

Dass auch die Batteriemontage direkt am Stammwerk Mladá Boleslav angesiedelt ist, sichert dem Standort eine hohe Wertschöpfung und verkürzt die Logistikketten. Der in Spanien gefertigte Epiq ergänzt diese Strategie ab 2026 als kleineres Gegenstück für das Einstiegssegment.

91 kWh für 640 Kilometer: Der Effizienz-Rechner im Praxis-Check

Unter der Haube vertraut Škoda auf die weiterentwickelte MEB+-Plattform. Mit dem großen 91-kWh-Akku verspricht der Hersteller bis zu 640 Kilometer WLTP-Reichweite. Das entspricht rechnerisch einem fossillosen Zielverbrauch von knapp 14,2 kWh/100 km – ein extrem ehrgeiziger Wert für ein SUV dieser Größenordnung, der sich im echten Autobahnbetrieb erst noch beweisen muss.

Das Leistungsspektrum von 150 bis 220 kW bedient die gewohnten MEB-Standards. Der Markt zieht jedenfalls an: Seit dem Buchungsstart im Juni gingen bereits fast 8.500 Bestellungen ein. Ein deutliches Signal, wenn man bedenkt, dass im ersten Halbjahr bereits knapp 23 Prozent der tschechischen Fertigung rein elektrisch waren.

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