Geely E2: 19.990-Euro-Elektroauto greift VW und Renault an

Seitenansicht grüner Geely E2 vor Stadtkulisse
Quelle: Geely
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Während heimische Hersteller bezahlbare Elektromobilität seit Jahren auf die lange Bank schieben, schafft der chinesische Großkonzern Verhältnisse. Geely Auto Deutschland startet die Reservierungsphase für den kompakten Geely E2 zu einem Kampffeldpreis von 19.990 Euro beziehungsweise einer Leasingrate ab 99 Euro monatlich.

Ein echtes Ausrufezeichen setzt die Beigabe zum Verkaufsstart: Käufer erhalten ein EnBW-Ladeguthaben von 621 Euro. Basierend auf 10.000 Kilometern Jahresfahrleistung, einem Schnittverbrauch von 15,9 kWh und 0,39 Euro/kWh deckt die Prämie rechnerisch die Energiekosten des gesamten ersten Jahres ab.

Mehrlenker-Hinterachse und V2L setzen Maßstäbe in der Einstiegsklasse

Trotz des niedrigen Einstiegspreises spart Geely nicht an der technischen Basis. Mit 4.135 Millimetern Länge, 375 Litern Kofferraumvolumen, einem 70-Liter-Frunk und bis zu 1.320 Litern Ladevolumen ist der Fünftürer voll alltagstauglich. Ungewöhnlich für das Preissegment unter 20.000 Euro ist die verbaute Mehrlenker-Hinterachse, die zusammen mit der europäischen Fahrwerksabstimmung für ein stabiles Handling sorgen soll.

Der Heckantrieb leistet je nach Ausführung 60 kW (82 PS) oder 85 kW (116 PS) bei einer abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Beim Akku stehen 35,35 kWh (Pro) für 252 Kilometer WLTP-Reichweite oder 47,14 kWh (Max/Ultra) für bis zu 345 Kilometer zur Wahl. An der Schnellladesäule fließen bis zu 80 kW DC, was die Batterie in 19 Minuten von 30 auf 80 Prozent bringt.

Maximale Sicherheit und Netzaufbau als Schlüssel zum Erfolg

Sicherheitstechnisch baut Geely auf das hauseigene Shendun-Batteriesystem mit zellgenauer Überwachung, 36 Schutzfunktionen und sieben Airbags im Innenraum. Neben Over-the-Air-Updates und einem 14,6-Zoll-Zentralbildschirm gehört sogar eine V2L-Funktion (Vehicle-to-Load) zum Ausstattungsportfolio, mit der externe Elektrogeräte direkt über den Fahrzeugakku betrieben werden können.

Hinter dem Marktstart steht keine stückzahlschwache Kleinserie, sondern Chinas meistverkauftes Auto des Jahres 2025 (dort bekannt als Geely Xingyuan mit 465.775 Verkäufen). Um in Deutschland Vertrauen aufzubauen, setzt Executive Director Philipp Hempel auf den zeitgleichen Ausbau von Verkauf und Service: Bis Ende 2026 sollen mindestens 50 Händlerstandorte am Netz sein, bis 2027 rund 150. Damit unterbietet Geely Rivalen wie den BYD Dolphin Surf oder Renault 5 nicht nur beim Preis, sondern baut direkt das nötige Infrastrukturfundament auf.

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