Samsung: 90 Lücken stopfen, aber dein Galaxy bleibt schutzlos

ikonischer heller Samsung-Schriftzug auf dunklen Hintergrund
Grafik: Schmidtis Blog
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Samsung hat die Katze aus dem Sack gelassen und das Samsung Sicherheitspatch September 2026 offiziell dokumentiert. Satte 90 Sicherheitslücken stehen im Pflichtenheft der Entwickler. Die ernüchternde Realität auf den Geräten: Bislang hat kein einziger Nutzer das Update tatsächlich auf seinem Smartphone.

Wer in den Systemeinstellungen nach der neuen Firmware sucht, läuft ins Leere. Samsung zeigt zwar den Beipackzettel, lässt die Server für die Verteilung aber noch abgeschaltet. Ein altbekanntes Geduldsspiel, das angesichts der geschlossenen Schwachstellen Fragen aufwirft.

18 kritische Lecks: Wo Android aktuell offensteht

Die detaillierte Analyse der Sicherheitsbulletins zeigt die Brisanz des wartenden Patches. Den Bärenanteil der Korrekturen liefert Google für das Android-Fundament: 58 Schwachstellen werden im Core-System beseitigt. 18 Lücken sind als kritisch eingestuft – ein Schweregrad, der im Worst Case das Ausführen von fremdem Schadcode ohne Interaktion des Nutzers ermöglicht.

Immerhin gibt es bei den Google-Fixes Entwarnung für einen Großteil der Modellpalette. Insgesamt 40 Sicherheitslücken aus dem allgemeinen Android-Bulletin betreffen Galaxy-Geräte bauartbedingt nicht, da Samsung die betroffenen Systemkomponenten in One UI durch eigene Architekturen ersetzt hat. Eine weitere Schwachstelle wurde bereits im Vormonat geschlossen. Dazu gesellt sich 1 High-Risk-Fix aus der Chip-Sparte Samsung Semiconductor.

One UI im Visier: 31 Hausgemachte Schwachstellen

Neben der Google-Basis muss Samsung in der eigenen Software nachbessern. Über die herstellerspezifischen 31 Samsung Vulnerabilities and Exposures (SVE) schließen die Entwickler Lücken in eigenen Apps und Schnittstellen. Hier stuft der Hersteller 2 Lücken als kritisch und 3 Lücken als hohes Risiko ein. Weitere 15 Schwachstellen fallen in die Kategorie „Moderat“, während bei 11 Lücken noch keine finale Risikobewertung vorliegt.

Bis die Welle über die Server rollt, gilt für Galaxy-Nutzer erhöhte Vorsicht. Da die Sicherheitslücken nun öffentlich dokumentiert sind, steigt das Risiko für gezielte Exploits. Solange die Firmware fehlt, sollten App-Installationen aus inoffiziellen Quellen (APK-Sideloading) strikt vermieden und öffentliche WLAN-Netze nur mit Vorsicht genutzt werden. Erfahrungsgemäß bedient Samsung zuerst die aktuelle S26-Serie, bevor Mittelklasse-Modelle wie die A-Serie bedient werden.

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