Škoda Peaq: 936 Kilometer ohne Nachladen – Das Ende der Reichweiten-Angst

Die komplette Seitenansicht des neuen Skoda Peaq in edlem Roségold-Kupfer. Das Crossover zeigt sein minimalistisches Design mit großen Bicolor-Aerofelgen und versenkbaren Türgriffen in der Abenddämmerung
Quelle: Škoda Auto Deutschland GmbH
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Der August-Report von Škoda enthüllt, was die Branche lieber totschweigt: Ein serienmäßiger Siebensitzer schafft fast 950 Kilometer mit einer einzigen Batterieladung. Kein Labor, kein Sparmodus-Theater – der TÜV Süd war dabei und hat alles beglaubigt. Die Fahrt von Mladá Boleslav bis nach Zandvoort war eine Ansage an Tesla, Kia und alle anderen, die behaupten, dass große Elektro-SUVs zwangsläufig Ladesäulen-Hopping bedeuten.

Der Test, den niemand erwartet hat

Am Dienstag, 25. August, um 12 Uhr startete das Peaq 90 vom Hauptsitz in Mladá Boleslav. Ein Serienmodell, nicht aufgehübscht, nicht manipuliert. 19-Zoll-Serienräder mit serienmäßigen Reifen mit geringem Rollwiderstand – das war es an Optimierung. Fahrer Jakub Krs und Marek Jež, beide hausintern bei Škoda in Batterie-Strategie und Peaq-Entwicklung tätig, wechselten sich ab. Es gab Pausen, Essen, Erholung. Am frühen Mittwochmorgen war man in den Niederlanden, Ziel erreicht: 936 Kilometer. Die Antriebsbatterie wurde während der gesamten Strecke nicht ein einziges Mal nachgeladen.

Das ist nicht einfach nur eine Zahl. Das ist ein Beweis dafür, dass Škoda Peaq bereits in Serienproduktion geht und die Ingenieure kein leeres Versprechen abgeben, wenn sie von über 600 Kilometern WLTP sprechen.

Batterie-Effizienz: 9,2 kWh/100 km bei 4,87 Metern Länge

Die technischen Daten sind das Interessante hier. Das Peaq 90 packt eine 91-kWh-Antriebsbatterie mit 86 kWh Nettokapazität rein – der gleiche Akku-Typ, der auch im VW ID.7 Pro S zum Einsatz kommt. Der 210-kW-Heckmotor mit 286 PS treibt die knapp fünf Meter lange Karosse an. Luftwiderstandsbeiwert: 0,249. Durchschnittsverbrauch: 9,2 kWh/100 km.

Das ist nicht nur gut, das ist brutal effizient für ein Siebensitzer-SUV. Zum Vergleich: Die offizielle WLTP-Reichweite liegt bei 647 Kilometern. Beim Rekordtest wurden 289 Kilometer zusätzlich erreicht – 45 Prozent über Norm. Das zeigt, wie konservativ die WLTP-Messung tatsächlich ist und wie viel Luft in der Effizienz steckt, wenn man die Rahmenbedingungen optimiert.

Bei der ersten Testfahrt offenbarte sich schon, dass die Batterie-Technologie diesen Wert absichert: Eine optimierte Wärmepumpe senkt den Energiebedarf, besonders an kalten Tagen. Das ist eine Lektion, die Škoda aus den bisherigen Enyaq- und Elroq-Generationen gelernt hat. Das Peaq ist keine aufgepeppte Wiederholung – es ist eine echte Evolution.

Das Unbequeme an der Nachricht

Hier kommt der Haken, und Krs spricht ihn selbst an: „Im Alltagsbetrieb werden Kunden das Auto wahrscheinlich nicht auf diese Weise fahren. Stattdessen werden sie alles nutzen, was der Peaq in Sachen Fahrdynamik, Infotainment und Komfort zu bieten hat.“

Das ist nicht falsch, aber auch nicht die ganze Wahrheit. Die Botschaft dahinter lautet: Ja, die Reichweite ist real. Nein, ihr müsst nicht sparen fahren wie ein Opa, um sie zu halten. Das ist der entscheidende Unterschied zu anderen Herstellern, die ihre Reichweitenrekorde durch Sparfahrten bei 50 km/h erzielt haben. Das Peaq war konstant unterwegs, mit Pausen für Menschen – nicht für ein Labor-Drehbuch.

Die 936-Kilometer-Fahrt stellt damit klar, dass das Peaq-Programm keine halbfertige Ankündigung ist, sondern ein technisch sauberes Produkt, das seinen Versprechungen standhält. Während die Konkurrenz noch mit 800-Volt-Architektur prahlt, zeigt Škoda, dass auch 400-Volt-Systeme mit intelligenter Batterie-Integration und aerodynamischem Design beeindruckende Werte liefern können. Das Peaq wird kein Volumen-Bestseller wie der Enyaq – aber für Langstreckenfahrer und Flottenmanager könnte es genau die richtige Antwort auf Reichweiten-Angst sein.

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