Sony Xperia 10 VIII vorgestellt: 600 Euro für einen dreisten Aufguss

Sony hat soeben das neue Sony Xperia 10 VIII (Mark 8) vorgestellt. Das wurde aber auch Zeit? Von wegen. Was die Japaner uns hier als neues Mittelklasse-Smartphone verkaufen wollen, ist im Grunde exakt das Telefon vom letzten Jahr – nur mit einem frischen Anstrich und einem völlig absurden Preisschild. Wer gehofft hat, Sony würde endlich mal im umkämpften Midrange-Markt aufwachen, wird beim Blick auf die harten Fakten bitter enttäuscht.
Ein Datenblatt aus der Zeitmaschine
Schauen wir uns die Specs an, reibt man sich verwundert die Augen. Das 6,1 Zoll große OLED-Display löst weiterhin mit FHD+ auf und bietet eine 120 Hz Bildwiederholrate. Sony brüstet sich zwar damit, das Panel um angeblich 50 Prozent heller gemacht zu haben, nennt aber passenderweise keinerlei konkrete Nits-Werte für die Spitzenhelligkeit im direkten Sonnenlicht. Echte Transparenz sieht definitiv anders aus. Die neuen Stereo-Lautsprecher auf der Front sollen laut Datenblatt immerhin 15 Prozent lauter sein und mehr Bass liefern.
Unter der Haube wird es dann richtig frech. Statt auf aktuelle Hardware zu setzen, recycelt Sony eiskalt den angestaubten Snapdragon 6 Gen 3. Immerhin gibt es 8 GB RAM und 128 GB Speicher, was in der heutigen Android-Welt aber auch das absolute Minimum darstellt. Ob man das wirklich braucht? Wenn man bedenkt, wie schnell Apps und Medien heutzutage wachsen, sind 128 GB rasch grenzwertig. Einziges echtes Trostpflaster: Der microSD-Slot hat überlebt. Ein Feature, das in dieser Klasse mittlerweile so selten ist wie ein pünktlicher ICE. Auch der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss ist noch an Bord – wer auf Kabel steht, erspart sich den Dongle-Frust.
Alte Kameras und bekannte Akkus
Auch beim Kamera-Setup und der Ausdauer herrscht Stagnation pur. Auf der Rückseite thront exakt die gleiche Dual-Kamera wie beim Vorgänger: Ein 50-Megapixel-Hauptsensor (1/1,56 Zoll) und eine 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Keine neue Sensor-Technik, kein Tele-Objektiv, schlichtweg nichts Neues.
Beim Akku bleibt ebenfalls alles beim Alten – 5.000 mAh Kapazität und absolut müde 30 Watt Ladegeschwindigkeit. Das reißt 2026 wirklich niemanden mehr vom Hocker, wenn die chinesische Konkurrenz ihre Geräte längst in unter 30 Minuten vollpumpt. Softwareseitig gibt es (trotz einiger fehlerhafter Leaks im Vorfeld) das aktuelle Android 15 mit einer soliden Garantie für vier große OS-Upgrades. Das ist löblich, rettet das Gesamtpaket aber auch nicht mehr.
Preislich leider völlig daneben
Jetzt kommt der absolute Knackpunkt: Sony ruft für das Xperia 10 VIII wahnwitzige 599 Euro auf. Preislich leider völlig daneben. Für ein Gerät, das de facto das Vorjahresmodell mit leicht lauterem Speaker ist, grenzt das an Realitätsverweigerung. Die Konkurrenz bietet für fast 600 Euro längst echte Flaggschiff-Killer mit dreifacher Prozessorleistung und deutlich besseren Ladezeiten.
Erhältlich sein soll das in Weiß, Grau und einem leicht durchscheinenden „Misty Lilac“ gehaltene Smartphone ab Mitte bis Ende September. Mein Fazit? Spar dir das Geld. Wenn du unbedingt diesen Formfaktor willst, kauf den Vorgänger im Sale. Dieser Hardware-Aufguss ist schlichtweg überteuert.
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Leider gibt es das letzte Modell fast gar nicht mehr zu kaufen. Echt bitter. Vorallem weil der Snapdragon 6 Gen 3 ja quasi 1 Jahr weniger Android Updates durchhält, durch das Recycling. Oder läuft er genauso gut wie auf Android 15 letztes Jahr? Neue Android Versionen werden doch immer größer. Somit wäre das langsamer als der Vorgänger