Spotify löscht Millionen Songs: Kampf gegen KI-Spam verschärft sich

Spotify hat im letzten Jahr rund 75 Millionen Titel von seiner Plattform entfernt – eine Zahl, die selbst für den größten Musik-Streaming-Anbieter bemerkenswert hoch ist. Hauptgrund für die Löschung war die wachsende Flut an KI-generierten Inhalten, die in vielen Fällen nicht den Regeln des Unternehmens entsprachen.
Grundsätzlich erlaubt Spotify den Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Musikproduktion. Doch zahlreiche Uploads nutzten Schlupflöcher im System. Manche Dateien wurden gezielt auf Suchanfragen zugeschnitten, um möglichst viele Streams abzugreifen. Andere Songs dauerten exakt 31 oder 32 Sekunden – die Mindestlänge, um eine Auszahlung auszulösen. Mit solchen Tricks wollten Produzenten Einnahmen generieren, ohne echte Musik anzubieten.
Zwar setzt Spotify bereits spezielle Erkennungssoftware ein, doch diese kann noch nicht alle problematischen Inhalte zuverlässig identifizieren. Wie groß der tatsächliche Anteil an KI-Songs in der Gesamtbibliothek ist, verrät das Unternehmen nicht.
Um das Vertrauen der Nutzer zu stärken, plant Spotify weitere Maßnahmen. Künstler müssen künftig in den Song-Credits angeben, ob und in welchem Umfang KI genutzt wurde. So soll klar erkennbar sein, wie viel menschliche Kreativität tatsächlich hinter einem Titel steckt. Parallel hat Spotify einen neuen Filter aktiviert, der verdächtige Inhalte bereits beim Upload blockieren soll.
Bei den Metadaten-Credits dauert die Umsetzung länger. Bisher haben sich 15 Labels bereit erklärt, die Regelung zu unterstützen. Langfristig will Spotify diese Transparenzpflicht jedoch branchenweit etablieren. Ein Starttermin steht allerdings noch aus.
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