Tesla FSD in Europa: Zulassung in den Niederlanden verzögert sich erneut auf April

Tesla Modellpalette 2024
Quelle: Tesla, Inc.
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Tesla-Besitzer in Europa müssen sich beim Thema Full Self-Driving (Supervised) wieder einmal in Geduld üben. Eigentlich sollte die niederländische Zulassungsbehörde RDW am heutigen 20. März grünes Licht geben. Nun verschiebt sich der Termin für die Genehmigung nach UN R-171 und die nötigen Ausnahmeregelungen auf den 10. April. Tesla Europe verkaufte die Nachricht zwar als Fortschritt und bestätigte den Abschluss aller Testphasen, doch die RDW prüft die eingereichten Unterlagen derzeit noch intern. Eine EU-weite Zulassung stellt das Unternehmen nun vage für den Sommer 2026 in Aussicht.

Die Liste der nicht eingehaltenen Termine beim autonomen Fahren ist lang. Elon Musk versprach den Europa-Start bereits für 2022, später folgten Ankündigungen für Anfang 2025 und zuletzt Februar 2026. Bisher bewahrheitete sich keine dieser Prognosen. Die Behörden reagieren zudem regelmäßig mit Richtigstellungen auf Musks Aussagen. So betonte die RDW bereits Ende 2025, dass ein Zeitplan für die Vorführung des Systems keine automatische Zusage für eine spätere Genehmigung bedeute. Auch China wies ähnliche Behauptungen zur Zulassung im Januar innerhalb von 24 Stunden zurück.

Tesla untermauert seinen Antrag mit gewaltigen Datenmengen aus dem EU-Testbetrieb. Das System absolvierte laut Hersteller über 1,6 Millionen Kilometer auf europäischen Straßen und bestand mehr als 4.500 Szenarien auf Testgeländen. Die Dokumentation umfasst tausende Seiten zur Einhaltung von über 400 Anforderungen. Sobald die Niederlande als Referenzstaat die Freigabe erteilen, könnten andere EU-Länder diese über die gegenseitige Anerkennung übernehmen. Trotz der technischen Vorarbeit bleibt die Skepsis der Regulierer groß, da die Sicherheit oberste Priorität hat.

Im Heimatmarkt USA steht das FSD-Programm unterdessen unter verstärkter Beobachtung. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA weitete ihre Untersuchung zu Unfällen mit aktivem FSD gerade auf eine Analyse von 3,2 Millionen Fahrzeugen aus. Im Kern geht es darum, dass Kameras bei Blendung oder Nebel Hindernisse nicht zuverlässig erkennen. Auch die Akzeptanz bei den Kunden stagniert. Nur etwa 12 % aller verkauften Tesla-Fahrzeuge nutzen das kostenpflichtige Paket aktiv. In Europa bleibt abzuwarten, ob der 10. April diesmal als verbindlicher Termin für den lang ersehnten Startschuss hält.

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