Threema: DDoS-Welle legt Infrastruktur komplett lahm

Beim Schweizer Messenger Threema geht aktuell fast nichts mehr. Der Dienst, der sonst mit maximaler Datensicherheit und autarker Schweizer Infrastruktur wirbt, wird seit Stunden von einer gewaltigen DDoS-Attacke überrollt. Die Folge ist ein spürbarer Komplettausfall über fast alle Systemkomponenten hinweg.
Die Angreifer nehmen gezielt die zentralen Servercluster unter Beschuss. Weder der normale Nachrichtenversand noch Medien-Uploads oder Sprach- und Videoanrufe laufen derzeit stabil. Sogar das verschlüsselte Backup-System Threema Safe sowie die kostenpflichtigen Geschäftskunden-Dienste Threema Work, Broadcast und Gateway sind flächendeckend beeinträchtigt.
Warum der Angriff die Schweizer Verwundbarkeit offenbart
Bei einem kostenpflichtigen Dienst, der Sicherheit und Verlässlichkeit als Kernargumente verkauft, tut ein solcher Ausfall doppelt weh. DDoS-Attacken sind zwar technisch simpel gestrickt, verlangen einer Infrastruktur ohne massive externe Scrubbing-Center aber enorme Bandbreiten ab. Ob man globale Cloudflare-Schutzwall-Architekturen bei einem dezentralen Sicherheitskonzept wirklich braucht? In Momenten wie diesem lautet die Antwort schlicht: Ja.
Das Entwicklerteam schraubt nach eigenen Angaben bereits an serverseitigen Gegenmaßnahmen und Traffic-Filtern. Für betroffene Nutzer und Unternehmen bedeutet das aktuell dennoch schmerzhafte Ausfallzeiten im Alltag. Ob die eigenen Nachrichten überhaupt durchgehen, lässt sich derzeit nur anhand der Status-Symbole in der App nachvollziehen.
Das müssen Betroffene jetzt beachten
Wer im Berufs- oder Privatalltag zwingend auf die Erreichbarkeit angewiesen ist, sollte manuelle Neuinstallationen oder ein vorschnelles Zurücksetzen der App unbedingt vermeiden. Da Threema Safe ebenfalls blockiert ist, droht beim Zurücksetzen im schlimmsten Fall ein direkter Datenverlust der lokalen Schlüssel.
Es bleibt vorerst nur das Ausweichen auf alternative Kommunikationskanäle und Abwarten. Das wurde aber auch Zeit, dass der Anbieter seine Server-Kapazitäten und DDoS-Abwehrstrategien grundlegend überdenkt und an moderne Angriffsvektoren anpasst.
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Laut den Schweizern ist Threema der beste Messenger der Welt.
Die Realität zeigt aber das kaum einer diesen Messenger will..
Total abgehoben diese Schweizer.