Vivo X500 Serie: 400 Euro Aufpreis bei weniger Arbeitsspeicher

Vivo X500-Serie Deutschland-Start
Quelle: Vivo
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Roland Quandt hat auf Bluesky die europäischen Preise der Vivo X500 Serie offengelegt – und die Zahlen haben es in sich. Wer darauf spekuliert hatte, dass Vivo nach der Rückkehr nach Deutschland preislich aggressiv auf Kundenfang geht, erlebt eine böse Überraschung. Das Spitzenmodell klettert gefährlich nah an die 2.000-Euro-Marke, während der Hersteller gleichzeitig den Rotstift ansetzt.

Vivo X500 Pro Max: 1.799 Euro und ein Downgrade beim RAM

Für das Topmodell Vivo X500 Pro Max mit seinem 6,85 Zoll großen Display werden in Europa laut Leak glatte 1.799 Euro fällig. Dafür gibt es eine Speicherausstattung von 12 GB RAM und 512 GB Speicher. Das reguläre Basismodell Vivo X500 streicht der Hersteller für unseren Markt komplett.

Der Preissprung gegenüber dem Vorgänger fällt ernüchternd aus. Das Vivo X300 Pro kam im Vorjahr für 1.399 Euro in den Handel und hatte damals noch 16 GB RAM an Bord. Käufer zahlen künftig also 400 Euro mehr und müssen mit 12 GB RAM auskommen. Das ist ein spürbarer Rückschritt, nachdem schon frühere technische Daten des Vivo X500 Pro Max eine hitzige Debatte über Vivos Speicherpolitik entfacht hatten.

Wer das Smartphone als echte Systemkamera nutzen will, greift noch tiefer in die Tasche. Zusammen mit dem offiziellen Foto-Kit verlangt Vivo stolze 1.999 Euro. Damit erreicht das Bundle exakt das Preisniveau, das wir bereits im ausführlichen Test des Vivo X300 Ultra kritisch beäugt hatten. Bei den Farben bleibt die Auswahl in Europa auf Moonlight Black und Starry Gray beschränkt. Die beliebten Varianten in Weiß und Orange lässt der Hersteller in China.

Die geleakten Europa-Preise im Überblick

  • Vivo X500 Pro Max (12 GB + 512 GB): 1.799 Euro (Vorgänger: 1.399 Euro mit 16 GB RAM)
  • Vivo X500 Pro Max inklusive Kamera-Kit: 1.999 Euro
  • Vivo X500 Pro (12 GB + 256 GB): 1.399 Euro (Vorgänger X300: 1.049 Euro)
  • Vivo X500 (Basismodell): Kein globaler Release in Europa

Kleineres Display, hoher Einstieg: Vivo X500 Pro knackt 1.300 Euro

Kompaktere Abmessungen machen das Vergnügen keineswegs erschwinglich. Das Vivo X500 Pro mit 6,36 Zoll Display startet bei 1.399 Euro für die Version mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Hier stehen die Farbvarianten Moonlight Black und Sunny White zur Wahl.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Aufpreis von 350 Euro, denn das ähnlich dimensionierte Vivo X300 startete noch bei 1.049 Euro. Vivo verpackt nun zwar Pro-Kameratechnik in handlichere Maße, lässt sich diesen Schritt aber fürstlich entlohnen.

Der Hersteller steuert zwar mit Frühbucher-Aktionen gegen, wie die Ankündigung zum offiziellen Europa-Launch der Vivo X500 Serie am 27. Oktober 2026 zeigt. Vorab registrierte Kunden sparen 120 Euro. Angesichts eines Preisanstiegs von 400 Euro wirkt dieser Rabatt allerdings wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Speicherpreise und BBK-Parallelen: Wer kauft das noch?

Hinter den Kulissen treiben teurere Komponenten und die weltweite Speicherverknappung die Preise nach oben. Dennoch wirkt es absurd, Kunden in Europa zur Kasse zu bitten und gleichzeitig die Hardware-Basis abzuspecken.

Auffällig ist der Gleichschritt im BBK-Konzern. Für das Schwestermodell Oppo Find X10 Pro Max mit Dreifach-200-MP-Kamera steht exakt dieselbe Summe von 1.799 Euro im Raum. Beide Marken testen synchron aus, wie schmerzfrei die europäische Kundschaft wirklich ist.

Diese Preispolitik schließt nahtlos an den Start des Falt-Smartphones Vivo X Fold6 für 2.199 Euro an. Doch die Ausgangslage ist heikel: Nach jahrelangem Patentstreit und langer Abwesenheit aus den hiesigen Regalen fehlt Vivo das Vertrauen und die Markenbindung der breiten Masse. Ob Zeiss-Optik allein genügt, um Käufer von etablierten Größen wegzulocken, darf man zu diesen Konditionen stark bezweifeln.

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