VW ID. Era 5X: Warum Chinas neue Plattform Europa eiskalt abserviert

schräge Frontansicht des kommenden VW ID. Era 5X
Quelle: MIIT
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Während Wolfsburg in Europa weiterhin Ausreden liefert, warum die universelle Konzern-Plattform SSP erst 2028 marktreif wird, zeigt Volkswagen in Fernost, wie knallharte Umsetzung aussieht. Die über das chinesische Industrieministerium durchgesickerten Daten zum neuen VW ID. Era 5X sind eine Machtdemonstration im Kompaktsegment.

Das von SAIC-Volkswagen gebaute Elektro-SUV rollt bereits 2026 vom Band – auf Basis der blitzschnell entwickelten Compact Main Platform (CMP). Bei uns doktoren die Ingenieure derweil noch am alten MEB herum, der bei großen Modellen längst an seine Grenzen stößt. Das wurde aber auch Zeit, dass dieser Rückstand beim Namen genannt wird.

High-Tech aus China trifft deutsche Elektro-Ersatzbank

Technisch gibt der ID. Era 5X mit 4,56 Metern Länge eine Punktlandung ab: Ein 155-kW-Heckmotor, LFP-Akkus von CATL und modernste LiDAR-Sensorik für autonomes Fahren im Stadtverkehr zeigen, wo der Hammer hängt. All das bringt VW in Europa auf der aktuellen Architektur schlichtweg nicht bezahlbar auf die Straße.

Der wahre Clou liegt jedoch in der Elektronik. Statt auf die verzögerte Software-Entwicklung im Westen zu warten, nutzt der ID. Era 5X die gemeinsam mit Xpeng entwickelte China Electronic Architecture (CEA). Damit lassen sich Fahrzeugfunktionen in Echtzeit per Over-the-Air-Update aufrüsten – während europäische Kunden auf die Rivian-Kooperation bis voraussichtlich 2027 vertröstet werden.

Günstige Baukasten-Preise bleiben den Europäern verwehrt

Ob man das wirklich braucht? Wenn es um extrem bezahlbare Fertigungskosten und fehlerfreie Digitalisierung geht: Absolut. Die CMP-Baukasten-Architektur senkt die Produktionskosten drastisch, profitiert aber in Europa niemanden, da der Import wegen drohender Eigenkonkurrenz zum angekündigten elektrischen ID. Tiguan ausgeschlossen wird.

VW beweist in China eindrucksvoll, was mit den richtigen Partnern möglich ist. Dass die europäischen Kunden stattdessen mit aufgewärmten MEB-Lösungen abgespeist werden, ist preislich und strategisch leider völlig daneben.

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