Pixel 11: Googles Mitternachtsevent offenbart das Problem
Wir müssen heute Nacht richtig dicken Kaffee aufsetzen: Google bittet zum „Made by Google 2026“-Event, schiebt die Keynote für uns in Europa aber auf punkt 0:00 Uhr. Warum Mountain View die Enthüllung mitten in die deutsche Nacht verlegt, bleibt das Geheimnis der Marketingstrategen. Statt entspanntem Feierabend-Stream heißt es Nachtschicht, um vier neue Smartphones, eine Smartwatch und einen drei Jahre verspäteten Tracker zu zerlegen.
Vier Pixel-Modelle und der Griff nach der 2nm-Krone
Im Fokus der Nacht steht die Smartphone-Riege bestehend aus Pixel 11, Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und dem klappbaren Pixel 11 Pro Fold. Die wichtigste Ansage steckt tief unter dem Glas: Google verbaut erstmals den neuen Tensor G6 Chip im fortschrittlichen 2nm-Verfahren, flankiert vom Titan M3 Sicherheitsbaustein. Das ist kein kleines Update, sondern ein überfälliger Schritt, um die thermischen Probleme und das Drossel-Verhalten unter Last endlich in den Griff zu bekommen.
Optisch setzt Google auf eine veränderte Kameraleiste mit integrierter HiLight LED. Der Lichtring übernimmt Statusanzeigen für die Gemini-KI oder signalisiert eingehende Anrufe, wenn das Gerät auf dem Display liegt. Ob man dieses bunte Zusatzlicht im Alltag wirklich braucht oder ob ein klassisches Always-On-Display nicht völlig reicht, muss die Praxis zeigen.
Pixel Watch 5 setzt auf Snapdragon statt Eigenregie
Bei den Wearables schickt Mountain View die Pixel Watch 5 an den Start. Google bleibt der zweigleisigen Strategie treu und bietet Gehäusegrößen in 41mm und 45mm an, jeweils als Wi-Fi- oder LTE-Ausführung. Im Inneren arbeitet der Snapdragon W5 Gen 2 von Qualcomm zusammen mit einem Cortex-M55 Koprozessor, während der Akku in der großen Variante auf 465mAh anwächst. Das verspricht spürbar bessere Laufzeiten, löst aber nicht das altbekannte Problem des verhältnismäßig dicken Displayrahmens.
Der Pixel Tag kommt drei Jahre zu spät
Das heimliche Gesprächsthema ist der Pixel Tag, mit dem Google nach jahrelanger Verzögerung den Markt für Bluetooth-Tracker betritt. Der runde Puck dockt direkt an das hauseigene Find Hub Netzwerk an und besitzt einen integrierten Lautsprecher für die akustische Suche. Das wurde aber auch Zeit, denn das Android-Suchnetzwerk brauchte dringend Hardware-Rückenwind. Sollte der Preis hier nicht punktgenau unter der Apple-Konkurrenz liegen, wird es der Tracker trotz UWB-Unterstützung schwer haben.
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