VW-Krise verschärft sich: Milliardenverlust bei Porsche und massiver Stellenabbau bis 2030

Der Volkswagen-Konzern erlebt derzeit sein finanzielles Waterloo. Das Nettoergebnis krachte im Jahr 2025 um 44 Prozent auf nur noch 6,9 Milliarden Euro zusammen. Damit markiert das vergangene Jahr den tiefsten Stand seit der Dieselkrise vor zehn Jahren. Besonders schockierend wirkt der operative Absturz der Ertragsperle Porsche. Von ehemals über fünf Milliarden Euro Gewinn blieben bei der Sportwagentochter lediglich 90 Millionen Euro übrig. Ein Einbruch von fast 98 Prozent entzieht dem Gesamtkonzern damit seinen wichtigsten Stabilitätsanker für die kommenden Jahre.
Als Konsequenz aus der Misere plant Vorstandschef Oliver Blume einen harten Sparkurs beim Personal. Bis zum Jahr 2030 sollen im gesamten Konzern in Deutschland rund 50.000 Arbeitsplätze verschwinden. Diese Zahl übersteigt die bisherigen Planungen für die Kernmarke deutlich. Immerhin schließt die aktuelle Tarifeinigung betriebsbedingte Kündigungen bis zum Ende des Jahrzehnts offiziell aus. Der Umbau erfolgt also primär über Fluktuation und Altersteilzeit. Dennoch verdeutlicht dieser Schritt den Ernst der Lage in den deutschen Werken.
Die Gründe für das Desaster sind vielschichtig. Neue US-Importzölle und ein schwächelndes China-Geschäft setzen den Wolfsburgern zu. Porsche kämpft zudem mit einem verfehlten Fokus auf reine Elektromobilität. Da viele Kunden weiterhin Verbrennungsmotoren fordern, kostet der hastige Strategiewechsel nun Milliarden. Die operative Rendite des Sportwagenbauers implodierte auf magere 0,3 Prozent. Gleichzeitig fressen die hohen Investitionen in Batterietechnik und Software die Margen der neuen Elektroflotte fast vollständig auf.
Trotz stabiler Umsätze von 322 Milliarden Euro mangelt es dem Konzern schlicht an Profitabilität. Während die Verkäufe in Europa leicht stiegen, brach der Absatz in Nordamerika um zwölf Prozent ein. Finanzvorstand Arno Antlitz warnte bereits, dass die aktuelle Rendite von 4,6 Prozent langfristig nicht zum Überleben reicht. Volkswagen muss nun beweisen, dass der Konzernumbau auch ohne die gewohnten Milliardengewinne aus Stuttgart funktioniert. Das Jahr 2026 dürfte für die Belegschaft und die Aktionäre gleichermaßen ungemütlich bleiben.
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