VW-Konzern dominiert E-Auto-Markt: ID.3 schnappt sich die Zulassungs-Krone im April

VW ID.3
Quelle: Volkswagen AG
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Elon Musk dürfte der Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen wenig Freude bereiten. Während Tesla im März noch einen gewohnten Zwischenspurt hinlegte, sind die Zahlen im April regelrecht eingebrochen. Das Model Y, lange Zeit das Maß der Dinge auf deutschen Straßen, findet sich mit gerade einmal 1.968 Neuzulassungen auf einem abgeschlagenen achten Platz wieder. Noch deutlicher erwischte es das Model 3, das mit 1.134 Einheiten fast gänzlich aus dem Sichtfeld der Top-Platzierungen verschwunden ist. Wer wissen will, wo die Käufer stattdessen unterschrieben haben, muss nach Wolfsburg und Mladá Boleslav schauen. Der Volkswagen ID.3 hat sich mit 3.518 Fahrzeugen an die Spitze gesetzt und damit erstmals seit Herbst letzten Jahres wieder die monatliche Pole-Position inne.

Überhaupt scheint die Schockstarre auf dem deutschen Markt langsam nachzulassen. Zwar gingen die absoluten Zahlen im Vergleich zum Vormärz auf rund 64.350 Elektroautos zurück, doch der Marktanteil kletterte auf satte 25,8 Prozent. Das ist der bisherige Jahreshöchstwert. Es ist auffällig, dass fast jeder vierte Neuwagen mittlerweile rein elektrisch angetrieben wird, obwohl die staatliche Unterstützung längst Geschichte ist. Die Verteilung der Marktanteile innerhalb der Stromer-Blase gleicht dabei fast einer internen Veranstaltung des Volkswagen-Konzerns. Hinter dem ID.3 sichert sich Skoda mit dem Elroq und dem Enyaq die weiteren Podiumsplätze. Der Konzern besetzt damit die ersten vier Ränge der Statistik, wenn man den ID.7 mitzählt.

BMW rettet die Ehre der anderen bayerischen Hersteller erst auf dem fünften Platz. Der iX1 machte einen ordentlichen Satz nach oben und landete bei 2.421 Neuzulassungen. Kurz dahinter folgt Mercedes mit dem elektrischen CLA. Es ist ein hartes Umfeld, in dem sich selbst etablierte Namen wie der Hyundai Inster oder der Audi A6 e-tron strecken müssen, um überhaupt in den Top Ten aufzutauchen. Dennoch zeigt die Tendenz bei den Neulingen nach oben. Besonders der ID.7 etabliert sich immer mehr als feste Größe für Langstreckenfahrer, die dem klassischen Verbrenner den Rücken kehren.

In der bisherigen Jahresbilanz sieht die Welt für Tesla ebenfalls nicht mehr so rosig aus wie in den Vorjahren. Zwar rettet das starke März-Ergebnis das Model Y noch auf den dritten Platz der Gesamtwertung, doch an der Spitze thront unangefochten der Skoda Elroq. Mit über 13.700 Zulassungen seit Januar ist der tschechische Kompakt-Stromer der eigentliche Gewinner des bisherigen Jahres. Der ID.3 folgt ihm dicht auf den Fersen. Es zeigt sich deutlich, dass die Kunden wieder verstärkt zu den Marken greifen, die ein dichtes Servicenetz und bekannte Strukturen bieten.


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