Welche Smartphones erhalten die besten Sicherheitsupdates – und warum das wichtig ist

Apple vs. Samsung
Foto von Onur Binay auf Unsplash
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Ein modernes Smartphone speichert heute Banking-Apps, Passwörter, Gesundheitsdaten und private Fotos dauerhaft auf dem Gerät. Genau deshalb sind Sicherheitsupdates wichtiger geworden als reine Kamera- oder Prozessorwerte. Viele Smartphones verlieren jedoch bereits nach wenigen Jahren den Sicherheits-Support und werden dadurch anfälliger für Sicherheitslücken und Datendiebstahl.

Dadurch integrieren Nutzer heute zunehmend Passwortmanager in ihren digitalen Alltag, um Login-Daten sicher zu speichern, automatisch auszufüllen und zwischen Geräten zu synchronisieren. Viele dieser end-to-end-verschlüsselten Dienste schützen zusätzlich Passkeys, Kreditkartendaten und sensible Zugangsinformationen direkt auf dem Smartphone. 

Doch welche Smartphones bieten überhaupt langfristigen Schutz für diese sensiblen Daten? Genau hier zeigen sich 2026 große Unterschiede zwischen den Herstellern. Manche Geräte erhalten Sicherheitsupdates über sieben Jahre hinweg, während andere bereits nach kurzer Zeit keinen vollständigen Support mehr bieten.

Warum Sicherheitsupdates entscheidend sind

Sicherheitsupdates schließen Schwachstellen im Betriebssystem. Diese Lücken entstehen regelmäßig durch neue Angriffsmethoden, fehlerhafte Apps oder entdeckte Sicherheitsprobleme in Android oder iOS.

Besonders kritisch wird es bei sogenannten Zero-Day-Lücken. Dabei handelt es sich um Sicherheitsprobleme, die bereits von Angreifern aktiv ausgenutzt werden, bevor viele Geräte überhaupt einen Patch erhalten.

Google und Samsung veröffentlichen inzwischen monatliche Sicherheitsupdates, weil ständig neue Schwachstellen entdeckt werden. Allein Samsungs Sicherheitsupdate vom Mai 2026 schloss mehr als 30 Sicherheitslücken, darunter mehrere kritische Android-Probleme.

Ohne regelmäßige Updates entstehen Risiken wie:

  • Banking-Trojaner
  • Spyware
  • Passwortdiebstahl
  • Zugriff auf Kamera oder Mikrofon
  • Schadsoftware über manipulierte Apps

Viele Nutzer unterschätzen dabei einen wichtigen Punkt: Nicht die Hardware altert zuerst, sondern die Sicherheit. Ein Galaxy S20 oder ein iPhone 11 kann technisch noch problemlos funktionieren. Sobald jedoch keine Sicherheitsupdates mehr erscheinen, steigt das Risiko deutlich.

Google Pixel liefert die schnellsten Sicherheitsupdates

Google Pixel-Geräte gelten aktuell als die sichersten Android-Smartphones, was Updates angeht. Der Grund liegt vor allem darin, dass Google Android selbst entwickelt und Sicherheits-Patches direkt verteilt.

Andere Hersteller müssen neue Updates häufig erst an ihre Benutzeroberflächen anpassen. Dadurch entstehen Verzögerungen von mehreren Wochen bis Monaten. Pixel-Geräte erhalten wichtige Patches dagegen oft sofort.

Die aktuelle Pixel-Serie bietet:

  • sieben Jahre Android-Updates
  • sieben Jahre Sicherheitsupdates
  • monatliche Patch-Verteilung direkt von Google

Besonders stark schneiden 2026 das Pixel 9 Pro und Pixel 10 Pro ab. Beide Geräte gehören zu den ersten Smartphones mit erweiterten KI-Sicherheitsfunktionen gegen Betrugsanrufe, Schadsoftware und Phishing-Angriffe.

Google integriert außerdem viele Schutzmechanismen direkt in Android:

  • automatische App-Prüfungen
  • Echtzeit-Warnungen bei schädlichen Apps
  • verbesserte Berechtigungsverwaltung
  • isolierte Sicherheitsbereiche für sensible Daten

Gerade auf Android bleibt Google deshalb aktuell der Maßstab für eine schnelle Sicherheitsversorgung.

Samsung hat seine Update-Politik massiv verbessert

Samsung galt früher als schwach bei Updates. Viele ältere Galaxy-Geräte erhielten Sicherheitsupdates nur unregelmäßig oder viel später als die Pixel-Smartphones.

Das hat sich komplett verändert.

Die aktuellen Premium-Modelle erhalten inzwischen ebenfalls bis zu sieben Jahre Sicherheitsupdates. Dazu gehören:

  • Galaxy S25 Ultra
  • Galaxy S26 Ultra
  • Galaxy Z Fold 7
  • Galaxy Z Flip 7

Samsung verteilt monatliche Sicherheitspatches inzwischen deutlich schneller als noch vor wenigen Jahren. Besonders bei Flaggschiff-Geräten reagiert das Unternehmen mittlerweile sehr zuverlässig.

Gleichzeitig zeigt Samsung, warum lange Support-Zeiträume wichtig geworden sind. Das beliebte Galaxy S20 FE erhielt 2025 sein letztes Sicherheitsupdate. Millionen Geräte bleiben dadurch weiterhin im Einsatz, obwohl keine neuen Sicherheitslücken mehr geschlossen werden.

Besonders problematisch wird das bei:

  • Banking-Apps
  • mobilen Zahlungen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung

Ein Gerät kann also äußerlich modern wirken und gleichzeitig sicherheitstechnisch bereits veraltet sein.

Apple bleibt stark bei Langzeit-Support

Apple gehört weiterhin zu den zuverlässigsten Herstellern bei der Bereitstellung langfristiger Sicherheitsupdates. Der größte Vorteil liegt darin, dass Apple Hardware und Software selbst kontrolliert.

Dadurch erhalten kompatible iPhones neue Updates gleichzeitig und ohne Verzögerung.

Selbst ältere Modelle wie:

  • iPhone XS
  • iPhone 11
  • iPhone 12

erhalten teilweise noch Sicherheits-Patches oder sogenannte Rapid Security Responses. Diese kleinen Notfall-Updates werden bei kritischen Sicherheitsproblemen besonders schnell verteilt.

Apple unterstützt viele Geräte sechs bis sieben Jahre lang. In einigen Fällen erscheinen sogar danach noch einzelne Sicherheitsfixes.

Für Nutzer bedeutet das:

  • längere sichere Nutzung
  • stabilere Updates
  • weniger Fragmentierung
  • schnellere Reaktion auf Sicherheitsprobleme

Gerade ältere iPhones schneiden deshalb oft besser ab als viele neuere Mittelklasse-Android-Geräte.

Fairphone setzt auf extreme Langlebigkeit

Fairphone verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Smartphone-Hersteller. Das Unternehmen kombiniert Nachhaltigkeit mit langfristiger Softwarepflege.

Das Fairphone 5 und das Fairphone 6 erhalten Sicherheitsupdates bis mindestens 2033. Damit gehört Fairphone inzwischen zu den stärksten Marken im Bereich des Langzeit-Supports.

Zusätzlich bietet das Unternehmen:

  • austauschbare Akkus
  • reparierbare Module
  • langfristige Ersatzteilversorgung

Interessant ist dabei vor allem die Entwicklung im Android-Markt. Noch vor wenigen Jahren galten drei Jahre Sicherheitsupdates als normal. Heute bewegen sich Hersteller zunehmend in Richtung von sieben oder acht Jahren. Fairphone zeigt besonders deutlich, wohin sich der Markt entwickelt.

Warum günstige Smartphones oft problematisch sind

Viele günstige Android-Geräte erhalten nur zwei oder drei Jahre lang Sicherheitsupdates. Besonders bei Billigmarken endet der Support häufig sehr früh.

Das Problem bemerken Nutzer meist erst später:

  • Apps verlieren Kompatibilität
  • Sicherheitswarnungen erscheinen häufiger
  • Banking-Apps funktionieren teilweise nicht mehr
  • neue Android-Funktionen fehlen

Vor allem sehr günstige Mittelklassemodelle altern sicherheitstechnisch deutlich schneller als Premium-Geräte.

Beim Kauf wird deshalb oft an der falschen Stelle gespart. Ein günstiges Smartphone ohne langfristigen Support kann mit der Zeit riskanter werden als ein teureres Gerät mit sieben Jahren Sicherheitsupdates.

Worauf beim Smartphone-Kauf wirklich geachtet werden sollte

Die reine Hardware sagt heute wenig über die tatsächliche Nutzungsdauer aus. Wichtiger ist inzwischen die Update-Garantie des Herstellers.

2026 gelten folgende Punkte als besonders wichtig:

  • mindestens fünf Jahre Sicherheitsupdates
  • monatliche Patch-Verteilung
  • transparente Support-Zeiträume
  • schnelle Reaktion auf kritische Sicherheitslücken
  • langfristige Ersatzteilversorgung

Google, Samsung, Apple und Fairphone gehören aktuell zu den führenden Herstellern in diesem Bereich.

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