Xiaomi: Android 17 bringt Tempo, aber streicht Kern-Feature

Xiaomi HyperOS 4 Teaser
Quelle: Xiaomi
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Xiaomi macht beim Rollout von Android 17 ordentlich Dampf und lässt die Konkurrenz abseits von Google überraschend alt aussehen. Die Chinesen rollen ihre Benutzeroberfläche HyperOS in den Versionen 3 und 4 bereits zügig aus. Doch wer genau hinschaut, merkt schnell: Neben ordentlich KI-Vollgas gibt es auch ein paar miese Kröten zu schlucken.

Das Beta-Testprogramm für HyperOS 4 auf Basis von Android 17 läuft bereits auf Hochtouren. Seit dem 14. August 2026 werden Geräte wie das Redmi K90, das Xiaomi 17 und das Pad 8 versorgt. Am 27. August folgten das Xiaomi 15, das 17T sowie weitere K90-Modelle. Am 17. September geht es schließlich mit dem Mix Flip 2 und der Pad 7-Serie weiter.

Speicher-Monster und die Downgrade-Falle

Wer nicht im Beta-Programm steckt, bedient sich am globalen Rollout von HyperOS 3. Und hier solltet ihr definitiv ein stabiles WLAN zur Hand haben: Das Paket frisst satte 7,5 bis 9,5 Gigabyte Speicherplatz. Während das Xiaomi 17 und das 17 Ultra bereits mit öffentlichen Versionen beliefert werden, müssen sich Besitzer des 15T Pro erst einmal über das Mi-Pilot-Programm vortasten.

Vorsicht ist allerdings bei der Beta geboten! Xiaomi stellt klar: Nach der Installation gibt es offiziell kein Zurück mehr auf Android 16. Wer sein Hauptgerät ohne Sekundär-Smartphone flashed, geht also ein echtes Risiko ein. Ob man das wirklich braucht? Nur wenn man absolut scharf auf die neuen Features ist.

Liquid Glass und Verzicht auf Android-Standards

Optisch schlägt Xiaomi mit HyperOS 4 die Richtung „Liquid Glass“ ein. Transparenzeffekte und Glassmorphism prägen die neue Optik, während Benachrichtigungen, Uhren, Ordner und Widgets wesentlich flexibler angepasst werden können. Auch die Kamera-UI wurde endlich von visuellem Ballast befreit und auf Einhandbedienung getrimmt. Einzige Ausnahme: Das Xiaomi 17 Ultra Leica Edition behält sein exklusives Kamera-Layout bei.

Unter der Haube verpasst der Super AI Assistant 2.0 auf Basis des MiMo-Sprachmodells dem System Beine. Durch cleveres Pre-Loading sollen Apps selbst nach neun Stunden Dauernutzung um bis zu 18 Prozent schneller öffnen. Auch das Drehen des Displays flutscht spürbar flüssiger.

Das wurde aber auch Zeit – doch der bitterste Nachgeschmack bleibt: Ausgerechnet praktische Android-17-Standards wie die „App Bubbles“ lässt Xiaomi schlichtweg unter den Tisch fallen. Stattdessen zieht man sich auf den Sicherheitspatch von Juni 2026 und reine Stabilität zurück. Stabile Performance ist schön und gut, aber warum man dem Nutzer nützliche Stock-Funktionen vorenthält, bleibt mal wieder völlig unverständlich.

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