Xiaomi: HyperOS 4 Beta startet – aber nur in China

Da ist sie nun, die offizielle Ankündigung für die erste Beta von HyperOS 4. Ab dem 14. August rollt Xiaomi das neue Systempaket offiziell aus. Klingt auf den ersten Blick sauber, bringt aber direkt den nächsten Dämpfer mit: Das Testprogramm startet vorerst exklusiv auf dem chinesischen Heimatmarkt. Wer hierzulande auf eine schnelle Einladung hofft, schaut zum Auftakt wieder einmal komplett in die Röhre.
Xiaomi unterteilt den Start starr in drei Staffeln. Am 14. August sind naturgemäß erst einmal die neusten und teuersten Flaggschiffe an der Reihe. Wer ein Xiaomi 17 Ultra, 17 Pro oder ein Modell der Redmi K90-Serie nutzt, darf als Erstes testen. Auch die Tablets Xiaomi Pad 8 und Pad 8 Pro hängen direkt am ersten Stichtag. Die Marschroute ist klar: Wer die höchsten Preise zahlt, wird zuerst bedient.
Teure Geräte zuerst, der Rest muss warten
Spannender wird es in der zweiten Welle ab dem 27. August. Hier beliefert Xiaomi neben dem 17T Pro glücklicherweise auch die direkte Vorgänger-Generation rund um das Xiaomi 15 Ultra und das normale Xiaomi 15. Das wurde aber auch Zeit! Die Hardware dieser Generation besitzt noch mehr als genug Reserven, um die neue Systemarchitektur ohne Ruckler zu bewältigen.
Weniger gut sieht es für Besitzer der günstigeren Mittelklasse aus. Das normale Redmi K80, das Falt-Handy Xiaomi Mix Flip 2 oder ältere Pads rutschen erst in die dritte Welle am 17. September. Diese lange Wartezeit ist zwar das typische Xiaomi-Prozedere, nervt im Alltag aber trotzdem gewaltig.
HyperCore und KI: Was bringt der Umbau wirklich?
Unter der Haube dreht Xiaomi an zwei Stellschrauben: Performance und künstliche Intelligenz. Die überarbeitete HyperCore-Engine soll das Speicher-Management optimieren und die Systemlast besser verteilen. Zeitgleich zieht Super XiaoAi 2.0 ein, angetrieben vom hauseigenen MiMo-KI-Modell, das Aufgaben nun app-übergreifend abarbeiten soll. Ob man diese KI-Funktionen im echten Alltag tatsächlich benötigt oder ob es sich primär um Marketing-Beiwerk handelt, bleibt abzuwarten.
Mein pragmatischer Rat an alle Xiaomi-Fans: Bloß keine Panik schieben und nicht vorschnell versuchen, chinesische Beta-ROMs auf das tägliche Haupt-Gerät zu flashen. Fiese System-Bugs und verringerte Akkulaufzeiten sind bei frühen Betas an der Tagesordnung. Solange Xiaomi keinen globalen Zeitplan nachreicht, verpassen wir in Europa nichts, was den Blutdruck steigen lassen müsste.
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