Xiaomi Pad 9 angekündigt: Snapdragon statt XRING, Pro mit 12,5 Zoll

Xiaomi hat die Pad 9-Serie in China gestartet – und macht dabei einen klaren Schnitt. Während das Pad 9 Pro Max letzte Woche noch mit dem eigenen XRING-O3-Chip angekündigt wurde, setzen die kleineren Geschwister bewusst auf Qualcomm. Das Pad 9 und das Pad 9 Pro kommen mit großen Akkus, 144-Hz-Displays und vertrauten Snapdragon-Chips. Kein XRING O3, keine große Show. Einfach solide Hardware für den chinesischen Markt.
Beide Tablets teilen sich denselben Display-Ansatz. Ein 3,2K-LCD mit 3200 × 2136 Pixeln, 3:2-Format, 144 Hz und 12-Bit-Farbtiefe. DCI-P3, HDR10, HDR Vivid und Dolby Vision sind an Bord. Xiaomi hat die bekannten Augenschutz-Zertifizierungen mitgenommen: Circadian Friendly, Flicker-Free und hardwareseitige Blaulichtreduzierung. Dazu kommt Wet-Touch-Support, damit der Bildschirm auch mit feuchten Fingern funktioniert. Softwareseitig gibt es WPS for Pad, CapCut Pro und Unterstützung für den magnetischen Stift sowie die schwebende Tastatur. Wer arbeiten will statt nur zu scrollen, bekommt das passende Zubehör.
Größe und Leistung trennen die Modelle
Hier trennen sich die Wege. Das Pad 9 Pro bekommt ein 12,5-Zoll-Panel mit bis zu 1000 Nits Spitzenhelligkeit. Das Standard-Pad 9 bleibt bei 11,2 Zoll und 800 Nits. Beide Screens sind 12-Bit-LCDs mit 144 Hz und dem gleichen 3:2-Seitenverhältnis. Der größere Bruder ist klar auf Helligkeit und Arbeitsfläche ausgelegt.
Beim Chip setzt Xiaomi auf Bekanntes. Das Pad 9 Pro läuft mit dem Snapdragon 8 Gen 5 – octa-core, 3 nm, bis 3,8 GHz und Adreno-GPU. Das normale Pad 9 bekommt den Snapdragon 8s Gen 4, denselben Prozessor, den Xiaomi bereits im Pad 8 und Pad 8 Pro eingesetzt hat. Kein großer Sprung bei der Basisversion also. Wer mehr Power will, greift zum Pro.

Die Akkus folgen dem Größenunterschied. Das Pad 9 Pro packt 11.000 mAh mit 67 W kabelgebundenem Laden und 22,5 W Reverse-Charging. Das Pad 9 kommt mit 9.720 mAh und 45 W. Gewicht und Dicke: 580 g und 5,8 mm beim Pro, 485 g und 5,75 mm beim normalen Modell. Soft-Light-Varianten machen beide etwas schwerer. Kameras: 50 MP Hauptkamera mit 4K und 32 MP Front beim Pro. Das Pad 9 bleibt bei 13 MP und 8 MP, maximal 1080p. Speicheroptionen starten bei 8 GB RAM und 128 GB UFS 4.1. Das Pro geht bis 16 GB / 256 GB, das Standardmodell bis 12 GB / 256 GB.
Preise und Farben für den Heimatmarkt
Das Pad 9 startet bei 2.999 Yuan (rund 450 Dollar) für 8 GB + 128 GB. Die 8 GB + 256 GB-Variante kostet 3.299 Yuan, die Soft-Light-Version 3.499 Yuan. Top-Modell mit 12 GB + 256 GB liegt bei 3.799 Yuan. Farben: Silver, Spruce Green, Black und Ice Peach Pink.
Das Pad 9 Pro beginnt bei 3.799 Yuan für 8 GB + 128 GB. 8 GB + 256 GB kosten 4.099 Yuan, 12 GB + 256 GB 4.599 Yuan. Soft-Light-Version mit 12 GB + 256 GB geht auf 4.799 Yuan, das Top-Modell mit 16 GB + 256 GB auf 4.999 Yuan. Verfügbar in Silver, Spruce Green und Black.
Auffällig bleibt der bewusste Verzicht auf den eigenen Chip. Während das Pad 9 Pro Max und frühere Modelle wie das Pad 7S Pro mit XRING O1 auf Xiaomi-Silicon setzen, bleiben Pad 9 und Pad 9 Pro bei Qualcomm. Das ist pragmatisch. Der Snapdragon 8 Gen 5 liefert genug Leistung, der 8s Gen 4 ist erprobt. Xiaomi hält die Eigenentwicklung offenbar für das größere Pro-Max-Modell und die Smartphone-Flaggschiffe zurück.
Die Displays und die Software-Suite wirken durchdacht. 144 Hz, gute Zertifizierungen und die Office-/Schnitt-Tools machen beide Geräte alltagstauglich. Der Pro-Vorsprung liegt klar bei Displaygröße, Helligkeit, Akku, Kamera und dem stärkeren Chip. Wer ein leichtes, günstigeres Gerät sucht, greift zum normalen Pad 9. Wer mehr Fläche und Reserven will, zahlt den Aufpreis für das Pro.
Ob und wann die Geräte global kommen, steht noch nicht fest. In China sind sie ab sofort verfügbar. Xiaomi liefert damit eine unaufgeregte, aber solide Fortsetzung der Pad-Serie – ohne großen Hype, aber mit klaren Spezifikationen.
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