XPeng P7+: 400-kW-Lademonster mit fieser Software-Macke

Labortests bringen uns im echten Leben absolut null. Wir wollen wissen, was ein E-Auto im deutschen Dauerregen auf 900 Autobahn-Kilometern wirklich abreißt. Der XPeng P7+ hat jetzt exakt das demonstriert. Mit seinem netto 73 kWh großen LFP-Akku macht der Chinese auf dem Papier richtig Welle, nervt aber vor dem Start erstmal mit einer Warnmeldung zur Batteriekalibrierung auf 100 Prozent. Typisches LFP-Verhalten eben, sonst rät das Batteriemanagement die Restweite eher, als sie präzise zu berechnen.
Auf der Piste, bei herbstlichen 15 Grad und fiesem Gegenwind, liefert der Wagen dann aber brutal ab. Ein Durchschnittsverbrauch von 17,7 bis 18 kWh pro 100 Kilometer bei konstant Tempo 130 ist eine waschechte Ansage. Selbst bei 150 km/h nuckelt das System nur 22,1 kWh aus der Batterie. Das ergibt eine vollkommen alltagstaugliche Autobahnreichweite von 420 bis 430 Kilometern.
Ladeleistung deklassiert europäische Konkurrenz
Was am Schnelllader passiert, ist schlichtweg absurd und lässt die etablierten Autobauer richtig alt aussehen. Während ein elektrischer Mercedes an der 300-kW-Säule schnell den Stecker zieht und drosselt, nagelt der P7+ die vollen 300 kW bis zu einem Ladestand von 44 Prozent fest. An einem 400-kW-Hypercharger schießt der Peak kurzzeitig sogar auf irre 399 kW hoch.
Heißt für unseren Alltag: Wir pumpen den Akku in lächerlichen 14,5 Minuten von 10 auf 80 Prozent voll. Das wurde aber auch Zeit, dass mal jemand zeigt, was in der Mittelklasse technisch machbar ist. Die simple Faustregel für den P7+ lautet: 300 Kilometer ballern, 12 Minuten laden, weiterfahren. Ob man das wirklich braucht? Wenn man viel Strecke macht: absolut.
Fahrwerk top, Schildererkennung brandgefährlich
Auf der Straße macht das adaptive Dämpfersystem einen souveränen Job und auch der automatische Lenkassistent zieht sauber seine Bahn. Doch bei der Software hört der Spaß schlagartig auf. Die Verkehrszeichenerkennung ist ein absolutes Sicherheitsrisiko. Das System scannt auf der Autobahn munter die 50-km/h-Schilder der Ausfahrten und haut bei Tempo 130 stumpf die Eisen rein. Solche Phantombremsungen sind bei dichtem Verkehr gemeingefährlich – XPeng, fixt das umgehend!
Obendrauf kommen ein paar Software-Fails im Innenraum, bei denen man sich echt an den Kopf fasst. Es gibt im Bordcomputer keine simplen, manuell rücksetzbaren Trip-Zähler für Langstrecken. Die Verbrauchsdaten löschen sich bei einer Pinkelpause einfach von selbst. Ernsthaft? Auch hintenrum wurde gespart: Eine einfache Kofferraumabdeckung fehlt komplett, wodurch jeder ungestört auf euer Gepäck schauen kann. Preislich leider völlig daneben gedacht an dieser Stelle.
Reichweiten-König mit Hausaufgaben
Unterm Strich ist der XPeng P7+ ein echtes Monster auf der Langstrecke. Die Ladeperformance ist überragend, der Platz im Innenraum riesig und die Effizienz des LFP-Akkus macht richtig Laune. Wenn die Entwickler jetzt noch per OTA-Update diese lebensmüde Schildererkennung und den löchrigen Bordcomputer patchen, haben wir hier ein E-Auto, das die deutsche Konkurrenz ordentlich ins Schwitzen bringt.
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na wenn dem so gefährlich ist dürfte ich ihnen Q8-etron Dienstwagen wohl auch lieber stehen lassen. die Kiste kostet fast 100k hat alle 2-3 Monate irgend eine Störung oder Feldmaßnahmen mit Werkstattpflicht. und die Schilderkennung ist schlechter als in meinem privaten ’16er Astra K. Jesse Woche wieder bei Darmstadt geht er in die Eisen wenn dort die 100 für Motorradfahrer ausgeschildert sind. oder quer gedrehte ehemalige Baustellen Schilder werden mitgenommen. also ständig dieses abrupte abbremsen. dann doch lieber den xpeng 🙂
Das Auto im Bild ist ein P7, getestet wird aber der P7+, ein völlig anderes Auto. Sagt schon viel über die Qualität dieses „Tests“ !
Hallo wenn man über den P7+ schreibt, sollte man auch ein Bild vom P7+ nehmen und nicht vom P7. Sonst wirkt es so, als hätte mann sich nur sehr oberflächlich mit P7+ beschäftigt.
Es ist schon erstaunlich, was so manche „Tester“ an einem chinesischen Fahrzeug stören kann bei einem Preis, der ausstattungsbereinigt mindestens 20.000 – 30.000 Euro unter der deutschen Konkurrenz liegt.
Eine fehlende Kofferraumabdeckung also, im Ernst?!
Das Fahrzeug hat serienmäßig abgedunkelte Scheiben… Selbst dafür müsste man bei deutschen Autos extra zahlen. Wie soll man da durchschauen? Das geht wirklich nur, wenn man sich direkt davor stellt und mit dem Gesicht an der jeweiligen Scheibe klebt.
Ich habe mir auch Modell von Xpeng angesehen und weiß daher sehr wohl, was ich sage. Und diese Kritik ist absolut absurd!!
Wozu ich nichts sagen kann, ist, ob die Schildererkennung funktioniert. Wir haben einen Xpeng G6 und nutzen autonomes Fahren gar nicht. Ergo haben wir gar keine Probleme und dass nun schon seit 60.000 km. Kein Software-Absturz, keine Phantom-Bremsungen, nix…
Also fahrt die Autos einfach so, wie ihr eure letzten auch gefahren seid, nämlich selbst und alles ist absolut fein!
Denn selbst Mercedes kann es nicht, bzw. deutlich schlechter. Da hatte ich letztens Gäste im Wagen und plötzlich ging die V-Klasse voll in die Eisen… Der Grund können nur Fußgänger auf dem Gehweg gewesen sein. Diese sind aber nicht Richtung Straße gegangen. Wir waren jedenfalls allesamt im Fahrzeug völlig entsetzt.
Herr Schmidt, vielleicht sollten Sie die V-Klasse mal testen! Ich hoffe, sie hat eine Kofferraumabdeckung… 😉