Yasa: China-Schock zwingt Mercedes-Tochter zum Motoren-Umbau

Mercedes GLC EQ Grill mit dominanten Mercedes-Stern
Quelle: Mercedes-Benz AG
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China dreht bei den Seltenen Erden am Hahn, und die europäische Autoindustrie bekommt schlagartig Atemnot. Dass die britische Mercedes-Tochter Yasa in Oxford mit dem Projekt Resilience jetzt den Notausstieg sucht, ist kein grünes Marketing-Blabla, sondern ein knallharter Überlebenskampf.

Wer nämlich glaubt, E-Motoren seien von Natur aus unabhängig von fossilen Zwängen, ignoriert die Realität. In Hochleistungsmotoren stecken Neodym und schwere Seltene Erden wie Dysprosium, ohne die dem Magneten bei Hitze schlicht die Puste ausgeht. Und genau hier hält Peking das globale Monopol im Schwitzkasten.

Modularer Baukasten sticht den China-Zwang aus

Die Ingenieure in Oxford gehen das Problem nicht mit halbgaren Kompromissen an, sondern teilen die Entwicklung über das staatlich geförderte DRIVE35-Programm in zwei radikale Pfade auf. Das Genie dahinter: Beide Varianten nutzen dieselbe Stator-Plattform mit der patentierten Joch-freien Wicklung.

Für künftige AMG-Geschosse wird der Axialflussmotor von schweren Seltenen Erden befreit, behält dank Direktölkühlung aber seine irrsinnige Leistungsdichte von bis zu 59 kW/kg. Für die Brot-und-Butter-Klassen streicht Yasa Seltene Erden komplett aus dem Rotor – hier zählen künftig centgenaue Produktionskosten statt Rundenzeiten auf dem Nürburgring.

Wer kein Neodym hat, braucht verdammt viel Gehirnschmalz

Was bringt uns das auf der Straße? Ganz ehrlich: Beim Fahren werden wir den Unterschied kaum merken – der Durchzug bleibt gewohnt brachial. Aber beim Autokauf und beim Händler macht sich das sofort bemerkbar. Wenn China die Zügel anzieht, stehen bei uns die Bänder nicht mehr still und die Neuwagenpreise schießen nicht wegen Rohstoffmangel durch die Decke.

Der Haken an der Sache: Ohne die typischen Supermagnete geht den Motoren schnell die Puste aus. Yasa muss jetzt im echten Alltag beweisen, dass die Antriebe auf der Autobahn nicht schlappmachen oder unnötig viel Akku saugen. Schaffen die Briten das, haben sie das Thema Seltene Erden für E-Auto-Fahrer endlich abgehakt.

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