Zeekr 7GT: China-Ladeblitz deklassiert deutsche Premium-Konkurrenz

Seitenansicht des ZEEKR 007 GT 7GT
Quelle: Zeekr
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Wer meint, Langstreckentauglichkeit hänge nur vom Akku-Volumen ab, muss umdenken. In der 1.000-Kilometer-Challenge von E-Auto-Tester Björn Nyland hat der neue Zeekr 7GT Core (in Deutschland als Business Edition RWD für 45.990 Euro im Handel) mit einer Fabelzeit von 8:55 Stunden ein Ausrufezeichen gesetzt. Der chinesische Kombi stiehlt damit Premium-Modellen wie dem Audi Q6 e-tron eiskalt die Show.

Das beeindruckende Ergebnis zeigt, wie stark effiziente Technik ohne unnötigen Ballast funktioniert. Die Entwickler verzichten auf ein überschweres Batteriepaket und setzen stattdessen auf kompromisslose Ladegeschwindigkeit.

Flache Ladekurve sticht Spitzenleistung: 10 auf 80 Prozent in 11 Minuten

Das Geheimnis hinter der Bestzeit liegt im extrem leistungsfähigen 75-kWh-LFP-Akkupack mit Geelys Golden Battery-Technologie. An der Schnellladesäule schnellt die Leistung zwar nicht auf die theoretischen 480 kW Peak, hielt im Test bei rund 325 kW Peak aber ein flaches Plateau: Der Hub von 10 auf 80 Prozent State of Charge (SoC) dauerte gerade einmal 11 Minuten.

Selbst bei 90 Prozent SoC zog der Stromer noch stramme 165 kW – ein Wert, bei dem die meisten europäischen Konkurrenten längst im Schneckentempo tröpfeln. Ein direkter Vergleich offenbart das Trauerspiel der deutschen Entwicklungsetagen: Der Audi Q6 e-tron brauchte für denselben Ladevorgang mit fast 20 Minuten nahezu die doppelte Zeit.

Effizienz schlägt Ballast: Reale 400 Kilometer bei Autobahntempo

Durch das kleinere Akkupaket spart der Zeekr 7GT Business Edition RWD massiv an Gewicht. Das Ergebnis ist ein moderater Autobahnverbrauch von 21,6 kWh pro 100 km. Bei Richtgeschwindigkeit (120 km/h) summiert sich das auf praxistaugliche 400 Kilometer Reale Reichweite am Stück.

Kombiniert mit der brutalen Ladeleistung verschiebt sich die komplette Fernreisen-Strategie: Statt starr bei 80 Prozent den Stecker zu ziehen, lohnt es sich durch die hohe Ladeakzeptanz sogar, bis 85 Prozent weiterzuladen – das dauert bloß anderthalb Minuten länger. Ein Heckantrieb mit 310 kW (421 PS) und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,3 Sekunden runden das Paket dynamisch ab.

Tesla punktet beim Verbrauch, deutsche Hersteller geraten unter Druck

Auf der Fernstrecke bleibt lediglich das Tesla Model 3 ein Effizienz-Phänomen. Zwar lud der Amerikaner etwas langsamer und benötigte auf die 1.000 Kilometer 15 Minuten länger, glänzte aber mit konkurrenzlosen 18,6 kWh Verbrauch. Dennoch zeigt Geelys Ableger unmissverständlich, wo der Hammer hängt: Während hiesige Hersteller mit schwerfälligen Batteriemonstern um Reichweiten feilschen, liefert Zeekr erstklassige 800-Volt-LFP-Technik zu bezahlbaren Preisen.

Ich persönlich sehe hier die deutsche Automobilindustrie massiv unter Zugzwang. Wenn selbst Einstiegsversionen mit kleinerem Akku etablierte Luxus-SUVs beim Zwischenstopp so eiskalt abziehen, reichen hübsche Spaltmaße als Kaufargument bald nicht mehr aus. Wer etwas weniger Platz braucht, bekommt die gleiche Ladetechnik übrigens bereits im kompakten Zeekr X.

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