Android-Sicherheit: Arsink-Trojaner kapert 45.000 Geräte weltweit
Ein aggressiver Remote-Access-Trojaner namens Arsink hat weltweit rund 45.000 Android-Smartphones infiziert. Die Malware nutzt eine perfide Strategie: Sie missbraucht legitime Dienste wie Google Drive, Firebase und Telegram als Schaltzentrale für den Datenklau. Besonders kritisch ist der Einsatz von Google Apps Script, um selbst große Mediendateien unauffällig in die Cloud der Angreifer zu schieben. Über 1.200 verschiedene App-Varianten kursieren bereits im Netz, die sich als „Pro“- oder „Mod“-Versionen populärer Anwendungen wie WhatsApp, Instagram oder TikTok tarnen.
Einmal auf dem Gerät, räumt Arsink komplett ab. Die Hintermänner lesen nicht nur SMS und Anruflisten aus, sondern zapfen das Mikrofon für heimliche Aufnahmen an. Die Fernsteuerung geht so weit, dass Angreifer die Taschenlampe aktivieren, Anrufe starten oder per Fernbefehl den kompletten Speicher des Telefons löschen können. Auch Standortdaten und Kontakte fließen permanent ab. Um einer Entdeckung zu entgehen, versteckt die App nach der Installation ihr Icon und täuscht einen Systemdienst vor, der sich kaum beenden lässt.
Die Verteilung erfolgt primär über soziale Kanäle wie Telegram und Discord. Die Angreifer setzen auf gezielte Täuschung, indem sie bekannte Marken imitieren, um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Aktuell sind Infektionen in über 140 Ländern dokumentiert, wobei Schwerpunkte in Ägypten und der Türkei liegen. Google hat zwar bereits reagiert und zahlreiche missbräuchliche Konten gesperrt, doch die Hintermänner passen ihre Infrastruktur ständig an. Nutzer sollten dringend auf Sideloading verzichten und Apps nur aus dem offiziellen Play Store beziehen, da Google Play Protect bekannte Versionen mittlerweile blockiert.
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