Apple Watch: Steht uns die größte Design-Revolution bevor?

Apple Watch Series 11
Quelle: Apple
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Bloomberg-Insider Mark Gurman bringt Bewegung in Cupertinos Uhren-Sparte: Die kommende Apple Watch Series 12 bringt wohl das edle Keramikgehäuse zurück.

Seit dem Aus der Series 6 im Jahr 2020 blieb der weiße Werkstoff aus komprimiertem Zirconiumdioxid unberücksichtigt. Höchste Zeit für ein Comeback, denn gebrauchte Modelle erzielten zuletzt Rekordpreise. Aus eigener Erfahrung zeigt sich: Kein anderes Gehäuse trotzt Kratzern im Alltag so kompromisslos wie Keramik.

Effizientere Chip-Fertigung als Schlüssel für den S11

Nach zwei Jahren technischem Stillstand steht unter der Haube ein echter Leistungssprung an. Die Vorgänger Series 10 und Series 11 vertrauten faktisch auf die Architektur des S9-Prozessors aus dem Jahr 2023.

Ein neuer S11-Chip soll diesen Engpass endlich beseitigen. Durch eine modernere Fertigungsstruktur ermöglicht Apple verbesserte Algorithmen für Fitness- und Gesundheitsfunktionen, ohne die knappe Akkulaufzeit weiter zu belasten.

Druck durch Whoop zwingt Apple zum Umdenken

Besonders aufschlussreich sind Apples Experimente abseits des gewohnten Formfaktors. Die Konkurrenz durch bildschirmlose Tracker wie Whoop 4.0 oder den Oura Ring kostet Cupertino spürbar Marktanteile im Wearable-Segment.

Das Industriedesign-Team testet deshalb Prototypen ohne Bildschirm im typischen Apple-Look sowie Varianten mit rundem Display. Letzteres dürfte aufgrund der komplexen Software-Anpassungen von watchOS zwar eine Studie bleiben, verdeutlicht aber den enormen Innovationsdruck.

Geplant sind zudem eine Luxus-Klasse oberhalb der Hermès-Edition sowie günstigere Ableger unterhalb der Apple Watch SE. Cupertino muss die schwächelnden Absätze der Sparte „Wearables, Home & Accessories“ abfangen.

Taktischer Schwenk statt echter Marktführerschaft

Diese Leaks offenbaren eine seltene Verwundbarkeit des Konzerns. Anstatt wie beim Start der ersten Apple Watch eigene Standards zu setzen, agiert Cupertino diesmal rein reaktiv auf Nischentrends.

Das Keramik-Gehäuse bedient zahlungskräftige Fans, während ein Tracker ohne Display das Abwandern von Sportlern verhindern soll. Ob diese Zersplitterung des Portfolios aufgeht, zeigt sich im Herbst.

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