BlackBerry wird 2022 mit einem 5G-Telefon ein Comeback feiern

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Quelle: ZDNet

Die Smartphone-Marke BlackBerry hat schon mehrere RIPs hinter sich. Dank ihrer Widerstandsfähigkeit hat sie es jedoch immer geschafft, wieder auf die Beine zu kommen. Allerdings ist es der Marke noch nicht gelungen, mehr Nutzer zurückzugewinnen, als in den Anfangstagen.

Im Jahr 2022 wird ein 5G-Smartphone von BlackBerry mit der kultigen physischen Tastatur auf den Markt kommen, das hoffentlich dazu beitragen könnte, die treue Fangemeinde zurückzugewinnen. Aber wer braucht schon ein Smartphone mit physischer Tastatur im Jahr 2022?

OnwardMobility bringt 2022 ein 5G-BlackBerry auf den Markt

Zum dritten Mal feiern BlackBerry-Telefone ein Comeback, und dieses Mal in Zusammenarbeit mit OnwardMobility, einem in Texas ansässigen Technologieunternehmen. Diese Smartphone-Markenpartnerschaft wurde bereits 2020 angekündigt, kurz vor dem Ende von BlackBerrys vorherigem Vertrag mit TCL.

Infolgedessen hat OnwardMobility angekündigt, 2022 ein neues BlackBerry Android-Smartphone für Unternehmen mit 5G zu veröffentlichen, komplett mit der ikonischen physischen Tastatur. Das Gerät sollte eigentlich 2021 offiziell vorgestellt werden, aber das Unternehmen hat es unter Berufung auf verschiedene Probleme nicht geschafft, es zu realisieren.

Das Telefon ist jedoch für 2022 geplant, wie OnwardMobility den BlackBerry-Fans versicherte, die seit der Einführung des BlackBerry Key2 LE im August 2018 auf ein neues Smartphone der Marke BlackBerry gewartet haben. Weitere Details zu dem Gerät werden in Kürze bekannt gegeben. Dennoch sollte man bei so einem Handy über einen VPN nachdenken um sein Gerät zu schützen. Um euch die Entscheidung leichter zu machen können sie Bewertungen über günstige VPN-Software lesen. Die Ankündigung kommt kurz nach BlackBerrys „End of Life“-Ankündigung für seine klassischen Geräte von BlackBerry 7 bis BlackBerry 10, die damit tot sind.

Wer braucht heute noch eine physische Tastatur auf einem Smartphone?

BlackBerry ist noch nicht ganz tot, aber was von ihm übrig geblieben ist, ist, gelinde gesagt, nur noch eine Hülle seines früheren Selbst in der Smartphone-Branche. Eine Sache, die BlackBerrys kommendes Android-Telefon von anderen unterscheiden wird, ist die physische Tastatur. Aber wird das ausreichen, um mehr Nutzer anzulocken? Sicherlich nicht.

Um zu verstehen, warum das kommende Gerät wahrscheinlich kein Hit wird, sollten wir zunächst untersuchen, warum die physische Tastatur auf Smartphones tot ist. Erstens machten physische Tastaturen Telefone dicker. Telefone mit physischen Tastaturen im BlackBerry-ähnlichen Design bieten ein nicht gerade ideales Seherlebnis bei der Multimedia-Wiedergabe und beim Surfen im Internet. Außerdem sind die Tasten auf physischen Tastaturen klein und fest, im Gegensatz zu virtuellen Tastaturen, die mit Funktionen wie einhändigem Tippen und Wischgesten vielseitig sind.

Physische Tastaturen bedeuten auch, dass Smartphones weniger Bildschirmfläche mit einem seltsamen Seitenverhältnis haben. Einige Unternehmen haben dieses Problem mit einer ausziehbaren Tastatur gelöst, was ein dickeres Gerät zur Folge hat.

Auch wenn virtuelle Tastaturen nicht ohne Makel sind, überwiegen ihre Vorteile bei weitem die Nachteile. Daher werden viele sicher nie auf die Idee kommen, eine physische Smartphone-Tastatur zu kaufen.

Vielleicht ist der verbleibende Markt für physische Tastaturen klein und besteht hauptsächlich aus Verweigerern, die immer noch das verwenden wollen, womit sie am meisten vertraut sind oder was sie bevorzugen. Oder diejenigen, die das Gefühl der Nostalgie aus der frühen Ära der physischen Smartphone-Tastaturen heraufbeschwören wollen.

Fazit: Ihr müsst euch nicht auf ein Telefon mit physischer Tastatur festlegen. Ihr könnt das Beste aus beiden Welten bekommen, indem ihr einfach eine USB-Tastatur an euer Touchscreen-Android-Telefon anschließt, ohne große Kompromisse eingehen zu müssen.

Smartphones mit physischer Tastatur kämpfen weiter

Physische Tastaturen hatten ihre Zeit, und mit dem Aufkommen des Touchscreens passen sie nicht mehr in die neue Welt. Dennoch kämpfen Verweigerer wie BlackBerry weiter dagegen an.

Derzeit gibt es nur eine Handvoll Unternehmen, die solche Telefone herstellen, darunter Planet Computers, das auf der CES 2022 ein Astro Slide 5G mit Tastatur vorstellte. Das in London ansässige Unternehmen Fxtec stellte auf dem MWC 2019 das Pro1 vor, dessen Nachfolger, das Pro1 X, im Jahr 2022 auf den Markt kommen soll.

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3 Kommentare

  1. Moin Jörn,

    zunächst einmal ein dickes DANKE! Danke dafür, dass du überhaupt über ein BlackBerry und noch dazu über ein Tastatur-Phone geschrieben hast. Ist ernst gemeint. Gleichzeitig führst du jedoch deine Eigenwerbung „Der einzige Tech-Newsletter…“ ad absurdum, denn wenn es der Einzige wäre, müsste dieser sich um Objektivität bemühen.

    Immerhin bemühst du dich aber, schulterklopf 🙂 Leider unterscheidet sich deine Einschätzung kaum von den üblichen BlackBerry-Bashings der letzten Jahre und ist noch dazu in Teilen sachlich falsch. Die Anmerkungen sind teilweise derart skurril und ahnungslos, dass es schon niedlich ist.

    Ich fang‘ mal von vorn an: „BB ist es noch nicht gelungen, mehr Nutzer zurückzugewinnen, als in den Anfangstagen“. Tatsächlich? DAS aber würde nun auch der hartnäckigste Fan nicht wirklich erwarten.

    Die Kardinalfrage: „Wer braucht schon ein Smartphone mit physischer Tatstatur im Jahr 2022“? Gegenfrage: Was hat das Jahr 2022 damit zu tun? Die Antwort: Alle, die schnell und sicher schreiben wollen. Und die dazu noch etwas besonders Gutes haben wollen, von mir aus nenn‘ es kultig.

    Faktencheck: Sind Geräte mit BlackBerry 10 tot? Spätestens hier entlarvt sich der Text als nachgequatscht, dem, was überall im Internet falsch steht, selbst auf der offiziellen Website.

    Jetzt wird es besonders putzig und es zeigt sich, dass du wahrscheinlich noch nie ein BlackBerry-Telefon in der Hand gehabt hast. „Die Tastaturen machen die Telefone dicker“. Lass dir mal ein BlackBerry Priv zeigen.

    Weiter geht’s: „Kein ideales Seherlebnis bei Multimedia, weniger Bildschirmfläche“. Die Tastatur beispielsweise beim Passport und KeyOne/Key2 sind gleichzeitig Trackpad, so dass der Bildschirm komplett frei bleibt, im Gegensatz zu reinen Touchscreen-Modellen, bei denen die eingeblendete Tastatur den Bildschirm verkleinert. Einfach mal drüber nachdenken oder direkt vergleichen.

    Die Tasten sind klein und fest?! Ich kann nicht mehr… Ich hoffe sehr, dass sie fest sind, damit sie lange halten. Manche physische sind klein, das stimmt, aber eine kleinere virtuelle Tastatur als beispielsweise beim iPhone 13 habe ich überhaupt noch nie gesehen.

    Jetzt steigert es sich ins Absurde. Menschen, die nicht nur auf Touch stehen, sind also „Verweigerer“. Vielleicht gar auch Masken-Verweigerer? Nein, Spaß! Wenn es nicht so traurig wäre, einen Extra-Lacher wert. Ebenso die absoluten Wahrheiten, die hier vom einzigen Tech-Newsletter, den man braucht, verkündet werden: „Physische Tastaturen passen mit dem Aufkommen des Touchscreens nicht mehr in diese Zeit“. Die Tatsache, dass z.B. die meisten BlackBerrys mit Tastatur über hervorragende Touchscreens verfügen, passt nicht ins Weltbild und wird ignoriert.

    Die Krönung ist das Fazit: „Ihr müsst euch nicht auf ein Telefon mit physischer Tastatur festlegen“. Nein? Puh. Danke!! Mir fällt ein Stein vom Herzen. Dieses wird nur noch übertroffen von der Empfehlung, „einfach eine USB-Tastatur an euer Touchscreen-Android (was sonst?)-Telefon anzuschließen, ohne große Kompromisse eingehen zu müssen“. Im Ernst jetzt, Jörn? Ich muss mal eben zum Lachen in den Keller…

    OK, schon wieder da. Entschuldige bitte die flapsige Schreibweise, aber ich habe schon so viel Blödsinn über BlackBerry-Smartphones gelesen, von Menschen, die es eigentlich besser wissen müssen, dass ich mir hier einfach mal Luft mache.

    Ich höre aber auch sehr gern gegensätzliche Meinungen und lasse mich von Argumenten überzeugen.

    Beste Grüße

    Christian

  2. Hallöchen,

    Dein Beitrag liest sich leider so, als hättest du noch nie ein Smartphone mit Tastatur im längeren Einsatz gehabt.

    Dass die Seitenverhältnisse etwas fragwürdig sind, zumindest wenn die Tastatur nicht ausziehbar ist, kann man natürlich nicht abstreiten. Allerdings kommt es dazu zu keinen Nachteilen beim Surfen oder anderweitigen Verwenden des Smartphones. Dass Filme/Videos damit nicht gut anzuschauen sind, trifft natürlich zu, allerdings konsumiere ich sowas generell nicht auf dem Smartphone, dafür gibt es den PC oder TV.

    Auch sehe ich bei einer physischen Tastatur eher Vorteile gegenüber einer virtuellen. Das ist alleine schon dem Faktor geschuldet, dass ich nicht ununterbrochen auf das Display schauen muss, wenn ich eine Nachricht verfasse. Bei einer physischen Tastatur kann ich nebenbei noch aus dem Fenster schauen, mich mit Kollegen unterhalten und bekomme trotzdem eine fehlerfreie Nachricht hin.
    Solche Smartphones sind auch eher für Anwender ausgelegt, die viel schreiben (müssen) und nicht für Leute, die ihr Handy als reines Multimedia-Gerät verwenden.
    Auch die von dir erwähnten „Wisch-Gesten“ kann ich auf meinem BlackBerry Key2 verwenden, dank der sensitiven Tastatur. Diese wiederum hat sogar noch den weiteren Vorteil von (bis zu) 26 programmierbaren Shortcuts, was für ein effizientes und schnelles arbeiten sorgt.

    Ein Blackberry ist also nichts für einen Anwender, der gerne Videos auf seinem Handy anschaut oder Spiele spielt. Für jemanden, der sein Smartphone allerdings hauptsächlich für die Kommunikation nutzt, ist es allerdings nach wie vor unschlagbar, gerade wegen der physischen Tastatur der „Verweigerer“.

    Ich habe selbst einige Zeit versucht, ein Fulltouch-Smartphone zu verwenden und habe die virtuelle Tastatur immer wieder verflucht, da ich kein haptisches Feedback hatte und mich so penetrant auf den Bildschirm konzentrieren musste, dass ich mein gesamtes Umfeld vernachlässigen musste, um mehr als einen Satz geschrieben zu bekommen.

    Der Anwendungsfall eines solchen Smartphones ist halt ein anderer, aber deshalb noch lange nicht altbacken oder für Nostalgiker.

    Vielleicht kannst du das mit dem neuen Blackberry ja selbst mal ausprobieren, wenn es dann auf den Markt kommt.

    Liebe Grüße
    Paul

  3. Hallo Jörn,

    das ist sehr freundlich, dass Du die Neuigkeiten zu Blackberry vorstellst.

    Auch ich gehöre zu den Ewig-Gestrigen bei dieser Marke. Aber ich muss
    Dir in ein paar Sätzen deutlich widersprechen, was Deine Einschätzung
    über den Gebrauch betrifft. Dazu muss ich allerdings sagen, dass sich
    meine Nutzungskenntnis nur auf das Blackberry PRIV bezieht. Doch gerade
    für dieses Teil treffen alle Deine Kritikpunkte nur bedingt oder gar
    nicht zu. Und das PRIV zeigt schon gar keinen merkenswerten Nachteil!

    Hier also meine Hinweise:

    1.

    Erstens machten physische Tastaturen Telefone dicker.

    Falsch. BlachberryPRIV: 10mm/ Galaxy21G5: 9mm und 11mm im Kamerabereich

    2.

    Telefone mit physischen Tastaturen im BlackBerry-ähnlichen Design bieten
    ein nicht gerade ideales Seherlebnis bei der Multimedia-Wiedergabe und
    beim Surfen im Internet.

    Falsch. BlachberryPRIV: hat eine herausziehbare phys. Tastatur, das
    Display bietet eine Größe von 6,8 x 11,2mm Internet bzw. Multimedia…

    3.

    Außerdem sind die Tasten auf physischen Tastaturen klein und fest, im
    Gegensatz zu virtuellen Tastaturen, die mit Funktionen wie einhändigem
    Tippen und Wischgesten vielseitig sind.

    Falsch. BlachberryPRIV: wer die phys. Tastatur nicht mag, kann
    alternativ mit der gleichen virtuellen Tastatur wie bei allen anderen
    Smartphones hantieren. Alle Wischgesten inbegriffen.

    4.

    Physische Tastaturen bedeuten auch, dass Smartphones weniger
    Bildschirmfläche mit einem seltsamen Seitenverhältnis haben.

    Falsch. BlachberryPRIV: siehe oben Punkt 2!

    5.

    Einige Unternehmen haben dieses Problem mit einer ausziehbaren Tastatur
    gelöst, was ein dickeres Gerät zur Folge hat.

    Falsch. BlackberryPRIV: die Dicke ist nicht spürbar größer als beim
    neuesten Samsung Galaxy! Siehe oben Punkt 2!

    6.

    Auch wenn virtuelle Tastaturen nicht ohne Makel sind, überwiegen ihre
    Vorteile bei weitem die Nachteile.

    Das ist eine Behauptung, die keine wirkliche Grundlage hat und aus
    Unkenntnis resultiert. Man kann es auch Falschbehauptung nennen. Denn:

    Wie ich feststellen musste (habe mir nun wegen der unterdessen
    tatsächlich etwas veralteten Technik vom BlackberryPRIV (Akkuleistung,
    Speicherkapazität, Systemabsturz wegen fehlender Updates, schwache
    Kameraleistung u.a.) in guter Hoffnung das neue Samsung Galaxy
    S21G5Ultra zugelegt), haben offenbar alle anderen Smartphones einen sehr
    traurigen und für meine Begriffe herausragenden Nachteil: Es gibt
    nirgends (und da möge man mich bitte gerne eines Besseren belehren!!)
    den überaus praktischen/ hilfreichen und vor allem sehr zuverlässigen
    „Blackberry-Hub“. Das ist eine Standardfunktion, welche den gesamten auf
    dem Phone eingehenden und ausgehenden Nachrichtenverkehr kompakt
    aufnimmt und nach Uhrzeit sortiert aufzeigt: egal ob Anruf, eMail, SMS,
    WhatsApp, SIGNAL, Telegram oder was auch immer man schön finden mag!
    Kein ständiges wechseln der Oberfläche, weil doch womöglich auch noch
    eine Nachricht als SMS oder in sonsteiner APP gekommen ist…

    Fazit:

    der sehnliche Wunsch nach einem vergleichbaren Blackberry ist kein
    „Gefühl der Nostalgie aus einer früheren Ära“, sondern gründet sich auf
    sehr praktischen und ganz und gar nicht unhandlichen, umständlichen oder
    sonstwie abwegigen Nutzungseigenschaften. Und: Du solltest es einfach
    mal in der Hand gehabt haben: es fühlt sich richtig gut an, der
    Tastaturschlitten läuft wie geschmiert, es ist leicht, praktisch groß/
    nicht zu groß und es hat ein sehr ästhetisches und elegantes Design aus
    sehr guten Materialien!

    Ich verstehe nicht das ständige „Schlechtgerede“ von den nicht mehr so
    verbreiteten physischen Blackberrys (und meine damit vor allem das PRIV).

    Das wirklich traurige an den neuen Ankündigungen zur neuen Ära der
    Blackberrys ist, dass die neue Variante offenbar eben nicht diesen
    genialen Tastaturschlitten haben soll. Denn genau der hat das PRIV zu
    diesem wunderbar praktischen Ding gemacht, das wirklich beide
    Nutzerphilosophien äußerst elegant in einem vereint hatte. Das müsste
    tatsächlich mal einer den neuen Produzenten sagen – ich habe da leider
    keinen Draht hin.

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