BMW iX1 Neue Klasse: 800 Volt lassen Audis MEB-Debakel alt aussehen

BMW iX1 2027 Erlkönig
Quelle: Motor1
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Der BMW iX1 ist das Rückgrat der elektrischen Münchner Absatzzahlen – und genau deshalb brennt in der Entwicklungszentrale die Hütte. Wenn der Bestseller 2027 als Neue Klasse (interner Modellcode NB5) neu aufgelegt wird, liefert BMW keinen halbgaren Modellpflege-Aufguss, sondern eine radikale Ansage an die Konkurrenz.

Gen6-Rundzellen und 800 Volt: Der endgültige Abschied vom Verbrenner-Erbe

Kern des Systemwechsels ist der Schritt hin zum echten Software-Defined Vehicle. Statt dutzender verstreuter Steuergeräte bündelt BMW die Fahrzeugintelligenz künftig in wenigen Hochleistungs-Rechnern. Noch entscheidender für den Alltag ist jedoch der Wechsel von der bisherigen 400-Volt-CLAR-Plattform auf ein kompromissloses 800-Volt-System.

Unter dem Fahrzeugboden halten die neuen Gen6-Rundzellen im Format 4695 und 46120 Einzug. Diese zylindrischen Zellen mit höherem Nickel- und Siliziumanteil werden per Pack-to-Open-Body direkt als tragendes Element in die Karosserie integriert. Das spart nicht nur 50 Prozent der Batterie-Herstellungskosten, sondern bringt satte 20 Prozent mehr Energiedichte auf Zellebene.

400 kW Lade-Power: 10 Minuten für die Langstrecke

Apropos Ladegeschwindigkeit: Beim DC-Schnellladen visiert BMW Spitzenwerte von bis zu 400 kW an. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent reduziert sich damit auf knapp 20 Minuten. Noch viel wichtiger für Vielfahrer ist BMWs Fokus auf den Zehn-Minuten-Stopp: In dieser kurzen Kaffeepause drückt das System Strom für hunderte Kilometer in den Akku.

In Kombination mit Akkugrößen, die sich an den Topmodellen i3 und iX3 orientieren, rücken Reichweiten nahe der 700-Kilometer-Marke in greifbare Nähe. Damit zieht BMW exakt mit dem schärfsten Rivalen aus Stuttgart gleich, der mit dem Mercedes GLA Elektro auf der neuen 800V-MMA-Architektur antritt.

Modell-Roadmap ab 2027: Die lange Wartezeit als Risiko

Wer auf den neuen Einstiegs-Stromer schielt, braucht allerdings Geduld: Die Produktion im Werk Regensburg startet erst Ende 2027. Im Anschluss planen die Münchner einen weiteren kompakten Crossover sowie einen vollelektrischen 1er. Da bin ich echt gespannt, wie BMW die verbleibenden Jahre bis 2027 gegen die erstarkende Konkurrenz überbrücken will.

Das traurige Audi-Dilemma: „Vorsprung durch Technik“ sieht anders aus

Der eigentliche Branchen-Insult zeigt sich beim Blick auf den Ingolstädter Erzrivalen. Während BMW und Mercedes ihre Kompaktklasse konsequent auf 800 Volt und Spitzen-Ladeleistungen trimmen, sitzt Audi in der Konzernfalle fest. Bei Modellen wie dem Q4 e-tron und dem geplanten A2 e-tron greift Audi nach wie vor ins Regal der Konzernmutter Volkswagen und nutzt die MEB-Plattform.

Das bedeutet: Magere 400 Volt, veraltete Ladekurven und zähe Standzeiten an der Schnellladesäule. Dass Audi seine kompakten Premium-Stromer nicht auf eine eigene 800-Volt-Architektur stellt, grenzt an Arbeitsverweigerung im eigenen Markenversprechen. Wer 2027 noch 400-Volt-Technik im Premium-Segment verkauft, hat den Schuss schlichtweg nicht gehört.

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