BMW iX5 60 xDrive: Warum die Konfigurator-Sperre pure Absicht ist

Wer den neuen elektrischen X5 online zusammenklicken will, glotzt erst mal in die Röhre. BMW schaltet den Konfigurator für den iX5 60 xDrive erst Anfang Oktober frei. Die klassischen Verbrenner stehen dagegen ab sofort parat. Ein durchschaubares Spiel um die schnelle Kohle.
Die Marge regiert: Erst das alte Eisen, dann der Stromer
Nächsten Monat läuft der G65 im US-Werk Spartanburg vom Band. Ende November kommen der X5 40 xDrive als Benziner und der X5 40d xDrive als Diesel zu den Händlern. Lahmer Auftritt. BMW schützt hier ganz ungeniert die eigenen Altantriebe vor der internen E-Konkurrenz, bevor der Stromer überhaupt eine Chance bekommt.
Dass die Produktionskapazitäten in den USA am Limit laufen und der iX5 auf einer völlig anderen Architektur steht, geschenkt. Das ist die logistische Realität. Nervt trotzdem. Wer die neue Elektro-Plattform will, muss künstlich warten und guckt monatelang in die Röhre, während die Diesel-Fraktion schon fleißig Verträge unterschreibt.
Wenn der Luxus-SUV zur Preis-Explosion mutiert
Ein neues Händler-Video zeigt jetzt ungeschönt, wohin die Reise geht. Volle Hütte. Die Individual-Lackierung Dravit Grey schlägt mit 2.140 Euro zu Buche. Dazu rollt der Brocken erstmals auf gigantischen 23-Zoll-Rädern für 3.150 Euro. Absurd. Bisher war diese Dimension der M-Abteilung vorbehalten.
Im Innenraum fliegt die alte Familien-SUV-Bodenhaftung dann komplett über Bord. Tartufo-Leder kostet in Deutschland schlanke 5.460 Euro. Ein Brett. Dazu kommt das optionale 14,6-Zoll-Beifahrerdisplay und das „Clear & Bold“-Trim aus echtem Stein und Kristallglas. Exklusiver Quatsch, der in den ersten Monaten Serie ist und danach richtig Asche kosten wird.
Die Kehrseite des Luxus-Wahnsinns: Allein für Farbe, Felgen und Sitze wandern über 10.000 Euro über den Tresen. Noch vor dem eigentlichen Basispreis. Pustekuchen mit Schnäppchen.
Das Ende des Familien-SUVs: BMWs riskantes Spiel mit der Schmerzgrenze
BMW baut den X5 radikal um. Weg vom pragmatischen Lastenheft, hin zum reinen Lifestyle-Prestigeträger. Die dicke Display-Technologie aus dem 7er-Facelift im Cockpit spricht Bände.
Der Hersteller testet damit ganz unverblümt die finanzielle Akzeptanz der Kundschaft aus. Der iX5 soll kein Volumen-Elektroauto für jedermann werden, sondern ein Rendite-Bringer im absoluten Premium-Segment. Ob die Stammkundschaft diesen Sprung mitgeht, bleibt die spannende Frage.
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