BYD Flash-Charging funktioniert selbst bei -30 °C

Elektroautos und Kälte – das ist seit Jahren ein echtes Reizthema. Unter null Grad sinkt die nutzbare Akkukapazität spürbar, und das Schnellladen wird stark gedrosselt. Viele Fahrer kennen das leidige Warten an der Säule im Winter. BYD präsentiert jetzt eine Technik, die dieses Problem weitgehend lösen soll.
Auf der Autoshow in Peking demonstrierte der chinesische Hersteller ein Fahrzeug, das selbst bei minus 30 Grad Celsius in rund zehn Minuten nahezu vollgeladen werden kann. Die Ladeleistung bleibt auch bei extremer Kälte weitgehend stabil. Für europäische Verhältnisse, wo Temperaturen selten unter minus 15 Grad fallen, würde das theoretisch bedeuten: konstant hohe Ladeleistung – unabhängig von der Jahreszeit.
Die Technologie ist jedoch noch nicht breit verfügbar. Derzeit ist sie aber nur in Modellen der BYD-Tochtermarke Denza zu finden. Für die breite Masse in Europa bleibt sie vorerst Zukunftsmusik. Sowohl die neuen Batterien der zweiten Generation als auch die nötigen Megawatt-Ladesäulen fehlen noch flächendeckend.
BYD hatte für 2026 große Fortschritte bei der Ladeinfrastruktur und der Verbreitung der Technik angekündigt. Das erste Halbjahr des Jahres ist fast vorbei – und in Europa ist davon bisher wenig zu sehen. BYD hat das klassische Winterproblem von Elektroautos technisch gelöst, hinkt bei der Infrastruktur und der Integration in Europa aber hinterher.
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