BYD: Warum der Festkörper-Akku trotz Durchbruch noch warten muss

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Quelle: MIIT
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BYD dämpft die überzogenen Erwartungen an das nächste große Ding der Batterietechnik. Zwar befinden sich die hauseigenen Festkörper-Akkus laut Chefwissenschaftler Lian Yubo in einer entscheidenden Durchbruchsphase, doch der Weg in den Massenmarkt bleibt steinig. Technische Hürden bei der Materialstabilität und die enormen Kosten verhindern vorerst den breiten Einsatz in bezahlbaren Elektroautos.

Besonders das Wachstum nadelartiger Lithium-Dendriten beim Schnellladen macht den Ingenieuren in den Laboren zu schaffen. Ich halte die aktuelle Skepsis von BYD für absolut gesund, da viele Konkurrenten derzeit mit utopischen Versprechen um sich werfen, die physikalisch kaum haltbar sind. Die industrielle Skalierung vom Pilotprojekt zur millionenfachen Serienfertigung wird laut Branchenexperten wohl erst ab 2030 realistisch.

Bis dahin forcieren die Chinesen ihre bewährte LFP-Technologie mit der neuen Blade Battery 2.0. Diese soll dank 800-Volt-System und Flash Charging den Akku in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent prügeln. Meiner Meinung nach wird das die eigentliche Revolution im Alltag, denn wer braucht noch einen teuren Festkörper-Akku, wenn das herkömmliche Modell fast so schnell lädt wie ein Tankvorgang dauert?

Für das kommende Jahr plant BYD erste Testflotten mit sulfidbasierten Zellen in China. Parallel dazu treibt der Hersteller die Entwicklung von Natrium-Ionen-Batterien voran, die zwar weniger Reichweite bieten, dafür aber extrem langlebig und günstig sind. Es zeichnet sich ab, dass wir künftig einen Mix aus verschiedenen Zellchemien sehen werden, statt die eine Universallösung für jedes Fahrzeugsegment.


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