CMF Speaker S und M: Robuste Audio-Kampfansage ab 59 Euro

CMF Speaker S&M in verschiedenen Farben
Quelle: CMF
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Ich habe mich in den vergangenen Monaten oft gefragt, welchen Weg Nothings preiswerte Tochtermarke nach den jüngsten internen Umstrukturierungen einschlagen will. Die heutige Vorstellung räumt alle Zweifel aus: CMF verlässt das gewohnte Feld aus In-Ears und Smartwatches und schickt mit dem CMF Speaker S sowie dem CMF Speaker M seine ersten tragbaren Bluetooth-Lautsprecher ins Feld. Statt austauschbare Plastikröhren von der Stange zu kopieren, setzt das Team auf kantige Geometrie, echte Drehregler und erstaunlich harte Leistungsdaten zu einem Kampfpreis.

Kantiges Design und Kurbel-Konzepte gegen die Eintönigkeit

Wer sich im Regal kompakter Bluetooth-Boxen umsieht, landet unweigerlich bei immer denselben runden Textilrollen. CMF bricht mit dieser Monotonie und verpackt beide Lautsprecher in ein markantes Klötzchen-Design in den Farben Weiß, Dunkelgrau, Orange und Türkis. Erst vor wenigen Wochen besiegelte die Ausgliederung von CMF nach Indien das vorläufige Ende eigener Smartphones der Budget-Sparte. Im Zubehör- und Audiobereich dreht das Team nun umso entschlossener auf.

Beide Lautsprecher besitzen austauschbare Frontblenden und modulare Drehknöpfe. Nutzer können die Fronten wechseln oder auf standardisierte Halterungen zurückgreifen, um per 3D-Druck eigene Zierteile zu befestigen. Dieses modulare Baukastenprinzip zog sich bereits durch den Test der CMF Watch Pro 2, bei dem wechselbare Lünetten für frischen Wind sorgten. Wer seinen Schreibtisch nicht mit Einheitsgrau zustellen will, bekommt hier echtes Bastelpotenzial.

Auf nervige Wischgesten verzichtet CMF komplett. Ein taktiler Drehregler übernimmt die Lautstärke, Titelsprünge, Wiedergabesteuerung und die Zuschaltung von Ultra Bass direkt am Gerät. Das Konzept erinnert an die Hardware-Kniffe früherer Modelle: Schon als Nothing die CMF Buds Pro 2 offiziell vorgestellt hat, steckte ein multifunktionaler Drehregler direkt im Ladecase. Ergänzt wird die Steuerung durch separate Hardware-Tasten für Power, Pairing und Auracast.

Speaker S gegen Speaker M: Technische Daten im Härtetest

CMF Speaker S: Der kompakte Rucksack-Kandidat

Für den mobilen Einsatz spannt der CMF Speaker S seine kompakten Muskeln an. Ein aufrechtes Gehäuse passt problemlos in die Tasche, lässt sich per Trageschlaufe sichern oder über einen integrierten Haltepunkt per Karabiner am Rucksack fixieren. Die akustische Basis bildet ein speziell abgestimmter 45-mm-Breitbandtreiber, unterstützt von zwei Passivmembranen. Bei einer Ausgangsleistung von 10 W RMS deckt der Zwerg einen Frequenzgang von 70 Hz bis 20 kHz ab. Wie schon die Erfahrungen aus dem Test der CMF Clip Pro zeigten, beherrscht das CMF-Team eine erstaunlich saubere Stimmwiedergabe in kompakten Bauräumen.

CMF Speaker M: Raumfüllendes Zwei-Wege-System

Wer mehr Pegel und Tiefgang verlangt, greift zum größeren CMF Speaker M. Hier verbaut der Hersteller ein geschlossenes Zwei-Treiber-System aus einem separaten 25-W-Tieftöner und einem 10-W-Hochtöner. Das Gespann liefert 35 W RMS und reicht hinab bis 60 Hz mit einem Frequenzgang von 60 Hz bis 20 kHz. Durch die getrennte Treiberarchitektur trennt die Box Gesang, Synthesizer und Kickbässe spürbar sauberer als einfache Breitbänder. Dank des integrierten Tragegriffs wandert die Box mühelos von der Küche auf den Balkon oder ins Regal.

Adaptive Tuning, Auracast und USB-C Audio im Schreibtisch-Alltag

Im Inneren beider Lautsprecher arbeitet ein hardwarebasierter Adaptive-Tuning-Algorithmus. Er analysiert laufende Audiosignale kontinuierlich und justiert den Frequenzgang in Echtzeit nach, ohne dass Nutzer zwingend die Nothing X App bemühen müssen. Wer den Sound manuell verfeinern möchte, wählt in der App zwischen den vier Profilen Balanced, More Bass, More Treble und Voice. Die Funktion Wide Soundstage fächert das Stereofeld auch bei einer einzelnen Box auf, während Ultra Bass den unteren Frequenzkeller gezielt anschiebt.

Für echtes Stereo lassen sich zwei Lautsprecher desselben Typs koppeln. Die spannendste Neuerung für Treffen im Freien ist der Party Mode auf Basis von Auracast: Er synchronisiert die Musikwiedergabe über zwei oder mehr Lautsprecher und bindet sogar kompatible Boxen von Drittanbietern ein. Proprietäre Insellösungen, bei denen nur Geräte derselben Marke miteinander funken, gehören damit der Vergangenheit an.

Besonders clever gelöst ist die Anschlussvielfalt. Neben Bluetooth 6.0 spendiert CMF beiden Geräten NFC Tap-to-Pair, Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair. Eine echte Bereicherung für den Schreibtisch ist USB-C Audio: Der Lautsprecher lässt sich per Kabel als externe Soundkarte am Laptop oder PC betreiben und eliminiert störende Funklatenzen bei Videos und Spielen. Bei permanenter Stromzufuhr schaltet sich die Box bei Inaktivität schlafen und aktiviert sich dank Auto Wake Up automatisch, sobald sich ein gekoppeltes Gerät verbindet.

IP68-Zertifizierung, Akkulaufzeit und aggressive Preise

Im rauen Outdoor-Alltag punkten beide Neulinge mit einer echten IP68-Zertifizierung. Während viele Mitbewerber im Einstiegsbereich lediglich spritzwassergeschützt nach IPX4 daherkommen, überstehen Speaker S und Speaker M ein vollständiges Untertauchen von bis zu 30 Minuten in 1,5 Meter Wassertiefe. Staub, Sand und Regenschauer stellen für das Gehäuse keinerlei Gefahr dar.

Der integrierte Akku stemmt bei 50 % Lautstärke und aktiviertem Ultra Bass bis zu 18 Stunden Nonstop-Wiedergabe. Über den USB-C-Port holt sich das System in zehn Minuten Ladezeit wieder genug Energie für rund eine Stunde Musik.

Die Preisgestaltung ist eine offene Kampfansage an die etablierte Konkurrenz: Der CMF Speaker S geht für 59 Euro an den Start, während der CMF Speaker M für 99 Euro über die Ladentheke wandert. Der offene Verkauf startet am 12. Oktober 2026 exklusiv auf nothing.tech. Ab Anfang November erreichen beide Modelle auch Amazon in Deutschland und Österreich. Wer frischen Sound ohne den üblichen Markenaufpreis sucht, sollte diese beiden Boxen ganz genau im Auge behalten.

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