Apple iPhone Duo: Geekbench-Leak deklassiert alle Android-Foldables

Wer geglaubt hat, Apple würde bei seinem ersten Falt-Smartphone aus Vorsicht die Handbremse anziehen, wird durch die Benchmark-Realität eines Besseren belehrt. Wenige Tage vor dem Vorbestellungsstart am 16. Oktober 2026 ist das iPhone Duo unter der Modellkennung iPhone 19,4 erstmals in der Datenbank von Geekbench 7 aufgetaucht. Die dort hinterlegten Werte sind ein Paukenschlag für die gesamte Falt-Konkurrenz: 3.986 Punkte im Single-Core und 11.067 Punkte im Multi-Core katapultieren das Gerät an die unangefochtene Spitze aller bisher gebauten Falt-Smartphones.
Dass Apple keine halben Sachen macht, zeigt der Blick auf das Silizium. Im Inneren arbeitet der reguläre Apple A20 Pro, der im modernen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und auf Taktraten von bis zu 4,93 GHz peitscht. Flankiert von 12 GB RAM und gesteuert von iOS 27.1 liefert das Faltgerät Messwerte, die nahezu deckungsgleich mit dem Median der traditionellen Schwestermodelle liegen. Wer im Vorfeld gehofft oder befürchtet hatte, Apple würde den Chip für das Falt-Chassis künstlich einbremsen, wird durch den ersten Benchmark-Durchlauf widerlegt.
Ein direkter Quervergleich mit den technischen Daten des iPhone 18 Pro verdeutlicht die aggressive Marschrichtung: Apple toleriert bei der reinen Prozessorleistung keinen Abschlag für den Formfaktor. Jahrelang waren Falt-Smartphones im Android-Segment mit dem Stigma behaftet, zwar exorbitant teuer zu sein, bei Spitzenlast aber spürbar hinter den klassischen Flaggschiffen zurückzubleiben. Das iPhone Duo wischt dieses Vorurteil auf dem Datenblatt mit einem Schlag beiseite.
Rekordwerte bei Geekbench 7: A20 Pro lässt Xiaomi und Qualcomm alt aussehen
Die größte Ohrfeige verpasst Apple mit diesem Leak der Konkurrenz aus Fernost. Bislang dominierte das faltbare Flaggschiff Xiaomi 18 Fold mit seinem eigens entwickelten Xring-O3-Prozessor die weltweiten Falt-Leistungscharts. Doch dieser Vorsprung verpufft schlagartig: Während Android-Hersteller im Multi-Core-Segment durch schiere Kernanzahl mithalten, zieht Apples Single-Core-Wert von knapp 4.000 Zählern in unerreichbare Weiten davon.
Für den Nutzeralltag ist exakt dieser Wert entscheidend. Flüssige Animationen, unmittelbare Reaktionszeiten beim App-Start und latenzfreies Multitasking auf dem großen Innendisplay hängen primär an der IPC-Leistung einzelner Rechenkerne. Weder Qualcomms Snapdragon-Flotte noch MediaTeks Spitzenchips kommen an diese Einzelkern-Leistung heran. Apple betritt ein für das Unternehmen völlig neues Marktsegment und sichert sich im ersten Anlauf die uneingeschränkte Performance-Krone.
Das thermische Risiko: Warum 4,93 GHz im Falt-Gehäuse zur Zerreißprobe werden
Trotz des Rekordergebnisses bleibt eine massive Skepsis angebracht. Ein Durchlauf bei Geekbench 7 dauert nur wenige Sekunden – ein kurzer Sprint, der nichts über die thermische Ausdauer verrät. Das iPhone Duo ist im aufgeklappten Zustand extrem flach konstruiert. Einen Hitzkopf wie den A20 Pro bei nahezu 5 GHz in ein derart dünnes Sandwich-Gehäuse mit geteilter Hauptplatine einzupferchen, grenzt an ein physikalisches Wagnis.
Die Wärmeableitung über das Scharnier und integrierte Graphit-Elemente muss Schwerstarbeit leisten. Kann das System die Hitze bei längeren 3D-Gaming-Sessions oder hardwarelastigem Multitasking nicht zügig abführen, droht drastisches Thermal Throttling. Wenn die Taktraten nach fünf Minuten Volllast einbrechen, verkommt der beeindruckende Benchmark-Sieg zur reinen Makulatur. Ob Apple dieses thermische Dilemma im Griff hat oder der A20 Pro nach kurzer Zeit drastisch heruntergeregelt wird, zeigt sich erst nach dem Marktstart am 23. Oktober 2026.
Brutale Rechenpower trifft auf Spar-Kamera: Der 2.300-Euro-Spagat
Der Benchmark-Erfolg darf nicht über die tiefen Gräben hinwegtäuschen, die das Gesamtkonzept spalten. Wie wir bereits bei der Analyse zum Falt-Debüt mit integrierter Unter-Display-Kamera herausgearbeitet haben, ist das Gerät ein Produkt extremer Kompromisse. Käufer müssen nicht nur die unvermeidliche Displayfalte akzeptieren, sondern für dieses Falt-Experiment astronomische Summen hinblättern: Die Preisspanne reicht von 2.300 Euro für das Basismodell bis hin zu wahnwitzigen 3.799 Euro für die 2-TB-Ausführung.
Umso schwerer wiegt der Verzicht auf adäquate Optiken. Die eklatanten Kamera-Kompromisse beim 2.300 Euro teuren iPhone Duo offenbaren, dass Apple das Teleobjektiv schlicht opfern musste, um das Gehäuse dünn zu halten. Wer mehr als zweitausend Euro investiert, erhält zwar den schnellsten Mobilprozessor des Planeten, fotografiert aber mit Kamerasensorik auf dem Niveau eines Einsteigergeräts.
Der Geekbench-Leak untermauert Apples Führungsanspruch bei der Rohleistung eindrucksvoll. Doch im Alltag kauft niemand einen Benchmark-Balken, sondern ein Gesamtpaket. Ob die brachiale Power des A20 Pro ausreicht, um die schmerzhaften Lücken bei der Kamera und den astronomischen Anschaffungspreis vergessen zu machen, entscheidet ab dem 16. Oktober das Portemonnaie der Vorbesteller.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
