DuckDuckGo verrät, wie man Googles neue Methode zur Verfolgung von Chrome-Nutzern blockieren kann

Google’s neue Tracking-Methode wurde standardmäßig zu Chrome hinzugefügt, kann aber zum Glück blockiert werden

Die datenschutzfreundliche Suchmaschine DuckDuckGo hat am Freitag einen Blogbeitrag veröffentlicht, der Googles neues Daten-Tracking-System namens Federated Learning of Cohorts (FLoC) beschreibt. Mithilfe eines Algorithmus und der Browser-Historie fasst Google Personen mit ähnlichen Interessen und demografischen Merkmalen zusammen. FLoC ersetzt die Verwendung von Cookies, um Nutzer zu verfolgen und sie mit Werbung und anderen gezielten Inhalten zu versorgen.

Als Google FLoC zu Chrome hinzufügte, tat es dies, ohne den Nutzern eine Wahl zu lassen, da das Tracking-System standardmäßig aktiviert ist. Wie DuckDuckGo in seinem Blog-Beitrag anmerkte, „sind die Kriterien für die Einbindung von FLoC etwas versteckt und widersprüchlich.“ So beängstigend das für diejenigen klingt, die ihre Privatsphäre schätzen, gibt es Dinge, die man tun kann, um FLoC daran zu hindern, einen in eine Kategorie einzuordnen.

Google behauptet, dass FLoC gut für die Privatsphäre ist. Und während FLoC in der Theorie die Cookies von Drittanbietern ersetzt, werden letztere frühestens 2023 entfernt. Somit kann Google die Nutzer bis auf Weiteres über zwei verschiedene Methoden verfolgen.

Mit FLoC werden die von euch besuchten Websites in der Lage sein, gezielt Werbung zu schalten, da sie von dem Moment an, in dem ihr die Website betretet, Dinge über euch weiß. Während Google sagt, dass ihr in eine Gruppe von anderen mit den gleichen Interessen in Bezug auf die Demografie eingeordnet werdet, seid ihr als Individuum besser geschützt. Allerdings bedeuten die Daten, die den Websites zur Verfügung stehen, in Kombination mit eurer IP-Adresse (die diese Websites automatisch erhalten), dass ihr auch als Individuum verfolgt werdet.

Es scheint ziemlich einfach zu sein, aber wenn ihr nicht von Google Chrome verfolgt werden möchtet, verwendet einfach einen anderen Browser auf euren iOS- und Android-Geräten und auf dem Desktop. Neben dem Opera Browser wäre auf Android auch der Samsung Internet Browser eine gute Wahl, um Chrome zu ersetzen.

Wenn ihr Chrome weiterhin verwenden müsst, dann könnt ihr FLoC möglicherweise vermeiden, indem ihr die Einstellungen des Chrome-Browsers ändert. Einige Vorschläge sind das Abmelden vom Google-Konto, das Vermeiden der Synchronisierung der Verlaufsdaten mit Chrome, das Deaktivieren von „Web- & App-Aktivitäten“ oder „Chrome-Verlauf und Aktivitäten von Websites, Apps und Geräten, die Google-Dienste nutzen, einbeziehen“ in den Google-Aktivitätskontrollen.

In den Google-Anzeigendiensten solltet ihr „Anzeigenpersonalisierung“ oder „Ihre Aktivitäten und Informationen aus Google-Diensten auch für die Personalisierung von Anzeigen auf Websites und Apps verwenden, die mit Google zusammenarbeiten, um Anzeigen zu schalten.“ abschalten.

Da Google seit Jahren Profile von Nutzern erstellt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Code geknackt wird und eure Identität bekannt wird, auch wenn FLoC einen auf eine Reihe von Zahlen reduziert, die auf euren Interessen und demografischen Daten basieren.

Google sagt, dass FLoC zu 95 Prozent so effektiv ist wie Cookies von Drittanbietern und DuckDuckGo sagt, dass dies bedeutet, dass Google weiterhin „Menschen auf der Grundlage von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Einkommen und vielen anderen Faktoren ansprechen wird. Dieses Targeting, unabhängig davon, wie es durchgeführt wird, ermöglicht Manipulation, Diskriminierung und Filterblasen, die viele Menschen gerne vermeiden würden.“

DuckDuckGo hat auch seine Tracking-Blocker in der Extension verbessert. Dieser Schutz von FLoC erscheint ab der Version 2021.4.8 der DuckDuckGo-Erweiterung und ist auch für den Chrome Web Store freigegeben. Beachtet allerdings, dass ihr standardmäßig eure Standard-Suchmaschine und -Startseite auf DuckDuckGo Search einstellt.

Mehrere Organisationen, die sich mit dem Datenschutz befassen, haben Google aufgefordert, FLoC nicht zu verwenden, jedoch ohne Erfolg. Während Google es so aussehen lässt, als würde es versuchen, den Datenschutz im Internet zu verbessern, klingt das Ersetzen von Cookies von Drittanbietern durch ein standardmäßig aktiviertes Tracking-System sicherlich genauso schlecht.

Quelle(n):
DuckDuckGo

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Jörn Schmidt

Von Jörn Schmidt

Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines OnePlus 8T mit Android 11

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