E-Auto & Ladekarten 2026: Tarif-Dschungel bleibt trotz Netzausbau

Ladeanschluss E-Auto
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Das Jahr 2026 startet für E-Autofahrer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Während das Netz an Schnellladepunkten in Deutschland massiv gewachsen ist und die Reichweitenangst laut Umfragen fast vollständig verschwunden ist, bleibt die Preisgestaltung ein einziges Chaos. Wer einfach nur die Kreditkarte an die Säule hält, zahlt oft Mondpreise von 79 Cent oder mehr.

Die Marktmacht hat sich klar verschoben: EnBW führt das Feld bei den Ladeparks an, dicht gefolgt von Aral Pulse und dem für alle Marken geöffneten Tesla Supercharger-Netz. Wer sparen will, kommt um Abos der großen Betreiber kaum herum. Mit Grundgebühren lassen sich die Preise pro Kilowattstunde auf attraktive 39 Cent drücken. Das Problem dabei: Diese Bestpreise gelten meistens nur an den Säulen des jeweiligen Anbieters.

Mein Geheimtipp für alle, die sich nicht binden wollen, ist die neue Adhoc Map App. Sie listet Stationen auf, die schnelles Laden für maximal 50 Cent ohne Registrierung ermöglichen – ein Community-Projekt gegen die Intransparenz der großen CPOs. Es ist jedoch ein Armutszeugnis für die Branche, dass solche Hilfsmittel überhaupt nötig sind, weil Roaming-Gebühren den Ladestrom künstlich verteuern.

Hier sind die wichtigsten Empfehlungen für den Start in 2026 im Überblick:

  • EnBW Mobility+: Der Platzhirsch bietet im Tarif L für 11,99 €/Monat das Laden für 39 Cent an. Das lohnt sich bereits ab etwa 60 kWh monatlichem Ladebedarf [13:37].
  • Ionity: Mit dem Jahresabo „Power 365“ für rund 120 € sinkt der Preis ebenfalls auf 39 Cent. Besonders attraktiv für Nutzer des Charge Now for Business Netzwerks, die dort teils für 33 Cent laden können [15:19].
  • Tesla Supercharger: Auch für Fremdmarken offen. Mit einer monatlich kündbaren Mitgliedschaft für 11,99 € lädt man zu denselben Konditionen wie Tesla-Fahrer (oft zwischen 30 und 45 Cent, je nach Uhrzeit) [16:39].
  • EWE Go: Der Preis-Leistungs-Sieger ohne Grundgebühr. Ein Einheitspreis von 52 Cent für AC und DC an eigenen Säulen ist fair für Gelegenheitslader [14:39].
  • Aral Pulse: Für ADAC-Mitglieder ohne Grundgebühr nutzbar (55 Cent/kWh), ansonsten mit kleiner Grundgebühr von 2,99 € für 54 Cent erhältlich [12:47].

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Ein Kommentar

  1. es ist doch eigentlich ganz einfach:
    1. wer eine Wallbox zu Hause hat muss so gut wie nie öffentlich laden. die habe ich und deswegen musste ich das letzte Mal vor drei Jahren öffentlich laden
    2. Wer diese Möglichkeit nicht hat, holt sich einfach eine Karte von einem günstigen Anbieter in der Nähe. Da 99% aller Strecken statistisch gesehen kürzer als 100 km sind, reicht das also für 99% aller Strecken aus!
    3. Und die ad hoc map über Google Maps ist einfach genial was das günstige Laden in der Nähe betrifft!

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